Uni Zürich besetzt!

Abgelegt unter: Zürich — Schlagwörter: — Zuerich @ 17. November 2009

Chronologie der Ereignisse

Am 17. November 09 fand im Rahmen der internationalen Aktionswoche unter dem Motto „Our Education is not for sale“ ein Aktionsprogramm an der Uni Zürich statt.

14.00: Film und anschliessende Diskussion
15.45: Plenumssitzung aller Studierenden

Erfreulicherweise nahmen mehr Leute als erwartet an der Plenumssitzung teil. Drei Besetzer/innen aus Basel waren anwesend, die über die Besetzung ihrer Uni berichteten. Ausserdem erzählten zwei Wiener Studenten wie es in Österreich von statten ging. Im Saal wurden Stimmen, die auch in Zürich eine Besetzung der Uni forderten, immer lauter. Nach einer Abstimmung beschloss man zu bleiben.
Die Uni Zürich ist besetzt!!!

Es wurden verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, in der unter anderem konkrete Forderungen der Studierenden diskutiert werden, andere, die sich um die Medien oder Verpflegung, etc. kümmern.

Am Abend diskutierten die verschiedenen Arbeitsgruppen das weitere Vorgehen, für alle wurde Essen und Trinken bereitgestellt, unter der musikalischen Unterstützung von einem DJ.

Unsere Standpunkte

Zusammen haben wir bisher folgende Punkte als gemeinsame Basis beschlossen:

Wir sind gegen die Ökonomisierung der Bildung
Wir sind gegen Sparmassnahmen in der Bildung
Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen
Wir akzeptieren die Ergebnisse von Bologna in dieser Form nicht

offizielle Medienmitteilung:
Medienmitteilung

flyer zum weiterverbreiten:
Flyer

6 Kommentare »

  1. Cool, weiter so, aber achtet auf eure Kräfte!!! Solidarische Grüsse aus der Aula in Basel…

    Comment von Floh — 18. November 2009 @ 03:34

  2. Die ersten, offenen Forderungen finde ich in dieser Form sehr unterstützenswert. Ich hoffe auf einen intellektuellen Diskurs jenseits der dogmatischen Linke und pseudo-revolutionären Jugend, denn eine breite Basis ist für einen erfolgreichen Protest unentbehrlich.
    Ich glaube an differenziertere Forderungen als Abschaffung jeglicher Studiengebühren. Denn gratis sind schlechte Zeitungen und die Geschenke der Marketingagenturen, nicht Kultur und Bildung auf hohem Niveau.
    Bitte arbeitet auch nicht mit, meiner Meinung nach bünzligen, Organisationen wie der Unia zusammen, wie es in Basel passierte, eine Autonomie auf allen Ebenen ist notwendig um den Forderungen Authentizität zu verleihen.
    Ich werde bei Möglichkeiten versuchen den Hönggerberg zu verlassen und mich der Debatte anzuschliessen – für eine freidenkende Wissenskultur ohne Bürokratie.

    Comment von Simon Knaus — 18. November 2009 @ 09:18

  3. “Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen.”

    Das ist aus meiner Sicht etwas missverständlich. Wie wäre es mit

    “Wir solidarisieren uns mit allen von der Ökonomisierung und den Sparmassnahmen betroffenen Studierenden, Dozierenden und Angestellten.”?

    Comment von Christian Hänggi — 18. November 2009 @ 11:07

  4. @C. Hänggi 11:07: ich verstehe den Einwand, aber es gibt auch Betroffene der Ökonomisierung ausserhalb der Unis, zB wegen der Ökonomisierung des Gesundheitswesens, der Pflege, des öffentlichen Verkehrs, der Wasser- und Energieversorgung, der Verwaltung, der Information, etc. Trotzdem ist die Formulierung tatsächlich nicht befriedigend. Eine eingängigere wäre toll. Aber ich habe jetzt auch gerade keine bessere Idee…

    Comment von Nadine — 18. November 2009 @ 19:26

  5. auf den funken idealismus und hoffnung, der sich langsam aber doch zum europäischen flächenbrand ausweitet; demokratie nicht als euphemismus, sondern als gelebte kritik verstehen will; und für ein wissen eintritt, das in generierung und zugang wieder frei werden muss, von der dogmatischen fessel einer voranschreitenden ökonomisierung.

    FREE UNI
    solidarische grüsse aus innsbruck

    Comment von Martin — 19. November 2009 @ 07:36

  6. Ich denke, es gibt an der Uni Zürich wirklich keinen Grund in Form einer Hörsaalbesetzung zu protestieren. Man kann die Zustände bei Weitem nicht mit den Zuständen Wiens vergleichen. Als Nebenfachstudent an der UZH kann ich über die Qualität nicht klagen. Alles was Qualität hat, kann und soll nicht gratis sein. Also eigentlich geht’s uns wirklich gut.

    Comment von Erwin — 20. November 2009 @ 00:58

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