Bildung MACHT Gesellschaft: Die Unibrennt Ringvorlesung zum Nachlesen

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 23. Mai 2011

Das Buch zur Ringvorlesung Bildung MACHT Gesellschaft ist nun endlich erschienen! Darin finden sich neben Aufsätzen zu den Vorträgen der Ringvorlesung weitere spannende Beiträge rund um die Themen Studierendenprotest, Bildung und Gesellschaft.

Ende des Jahres 2009 entzündete sich zuerst an den Hochschulen in Österreich und dann in ganz Europa ein von den Studierenden getragener Protest an der aktuellen hochschulpolitischen Situation. Auch wenn in besetzten Hörsälen der Alltag längst wieder eingekehrt ist, ist der Protest noch nicht zu Ende und haben die Kritik und die Forderungen der Unibrennt Bewegung nicht an Relevanz verloren. Nach wie vor sind die Universitäten unterfinanziert, ist die Debatte um Studiengebühren aktuell, prägen ökonomische Verwertungsinteressen die universitäre Lehre und Forschung und erschweren prekäre Beschäftigungsverhältnisse das Leben vieler WissenschaftlerInnen.

Der Aufschrei aus dem Jahr 2009 hat einen Diskussionsprozess über die gesellschaftliche Bedeutung von Bildung ausgelöst, der mit dem Buch Bildung MACHT Gesellschaft fortgeführt und vertieft wird. Es dokumentiert eine von Unibrennt geforderte und im Sommersemester 2010 von Studierenden an der Universität Salzburg organisierte Ring-Vorlesung. Die AutorInnen beschäftigen sich mit den aktuellen Problemen im Bildungsbereich und ihrem gesellschaftlichen Kontext. Sie diskutieren, wie gesellschaftlich wünschenswerte Bildung aussehen könnte und worin die Möglichkeiten emanzipatorischer Bildung bestehen, und befassen sich darüber hinaus mit den Möglichkeiten und Problemen von Studierendenprotesten. Dabei hilft der Band vielleicht auch zu verstehen, warum es so schwer ist dauerhafte Änderungen im Bildungsbereich und der Gesellschaft zu bewirken, es sich aber dennoch lohnt, weiter dafür zu kämpfen.

Bildung MACHT Gesellschaft. 2011. Westfälisches Dampfboot.

Herausgegeben von Marisol Sandoval, Sebastian Sevignani, Alexander Rehbogen, Thomas Allmer, Matthias Hager und Verena Kreilinger

Mit einem Vorwort von Alex Demirović

Es schreiben Roland Atzmüller, Torsten Bultmann, Kornelia Hauser, Michael Hartmann, Klemens Himpele, Freerk Huisken, Ines Langemeyer, Konrad Paul Liessmann, Jürgen Mittelstraß, Erich Ribolits, Ilse Schrittesser und Elisabeth Steinklammer

Nähere Informationen unter: ringvo.unibrennt-salzburg.org

Programm Forum uni21

Filed under: Bern,Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 8. November 2010

09:15 Forumsbeginn und Einleitung

Referate

09:30 Erich Graf (Doz. Päd., ZH): Kollektive Wissensproduktion und private Aneignung von Wissen

10:00 Peter Streckeisen (Doz. Soz., BS): Humankapital - Neoliberales Programm und kapitalistische Alltagsreligion

10:30 Tobias Studer (Doz. Päd., ZH): Bildung als Utopie?

11:00 Aleksander Miłosz Zieliński (Ass. Soz., BE): Die kommende Uni

11:30 Übersicht Workshops

Workshops (13:00 – 15:00)

Ueli/Stefan (Studierende, BE): Reformismus in der Praxis

Denk:Mal (autonome Schule, BE): Autonome Bildung – Zum Gescheiter verurteilt?

Nina (Studierende, LU): Kreativer Protest an der Uni

Aleksander Miłosz Zieliński (Ass. Soz., BE): Die kommende Uni

UnsereUni FR: Universität und Privatwirtschaft – das Beispiel Adolf Merkle Institut

15:30 Schlussplenum

FU21 Plakat <-download!

FU21 Programm dt. <-download!

Forum uni21 II

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 1. November 2010

flyer dt

Flyer frz

Forum Uni21 II

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 13. Oktober 2010

->Termin bestätigt! Forum uni21 II findet am 19. November in Bern statt.<-

Liebe Interessierte!

Seit dem letzten Uniforum scheint hierzulande über die Semesterferien ein wenig Ruhe in der studentischen Protestbewegung eingekehrt zu sein. Wir wollen aber dran bleiben, indem wir von UnsereUni Bern anknüpfen mit der Zweitausgabe des Forums Uni21. Stattfinden soll es diesmal im Hauptgebäude der Uni Bern am Fr., den 19. November während der Global Wave of Action for Education (http://www.emancipating-education-for-all.org/idea_global_wave_action).

Wir rufen hier alle Leute auf, die etwas dazu beitragen wollen, sei es als ReferentIn, WorkshopleiterIn oder HelferIn in Organisation und Administration.

Inhalt und Ziel:

Mit dem Forum wollen wir den Diskurs über die Ökonomisierung der Bildung an der Uni behalten, wo er hingehört. Der Fokus des Forums geht über das Hochschulwesen hinaus, welches aber den Schwerpunkt bilden sollte. Wir wollen die Leute motivieren, die heutigen Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu formulieren. Innerhalb dieses Rahmens ist die Themenwahl für die Beiträge frei: (inter)nationale Bildungspolitik, der Umgang von Unis/Instituten/Studis mit Bologna, demokratische Uni, Kritik der Wissensproduktion, Bildung und Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft, Bildungsvisionen, bestehende Alternativen…

Aufbau:

Da sich die Struktur des letzten Forums als brauchbar erwiesen hat, wird sie in dieser Ausgabe beibehalten. Einzig der Schlussdiskussion sollte mehr Zeit eingeräumt werden, um ein gutes Fazit erarbeiten zu können. Für den Morgen (ca. 09:00-12:00) sind also Referate geplant. Das Zeitlimit für die Beiträge wird von der Anzahl Zusagen abhängen und wird noch mitgeteilt. Danach gibt es Mittagessen (von uns organisiert) und am Nachmittag die Workshops (13:30-16:00) mit abschliessendem Plenum (16:00-18:00). Am Abend wird eine Soliparty stattfinden, vermutlich in der Autonomen Schule Denk:Mal.

Alle, die mitmachen wollen, sich mit einem Forumsbeitrag gegen die Tendenzen des heutigen Bildungswesens zu stellen, sollen sich doch bitte melden unter: denkraum@hotmail.ch. Ich bitte euch auch, das Mail an Leute weiterzuleiten, die daran Interesse haben könnten.

Einen schönen Tag und reges Interesse wünscht

UnsereUni Bern

Bern, 28.09.10

Globale Aktionswelle

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 15. Juni 2010

Ein internationales Netzwerk von BildungsaktivistInnen kündigt für den Herbst 2010 gemeinsame Proteste an. Aktive aus aller Welt veranstalten morgen im Zuge des „Day of United Symbolic Actions“ Aktivitäten gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung.

Im Oktober und November 2009 gab es bereits massenhaften Protest gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung, den “Bologna-Prozess” und die damit verbundenen Probleme, sowie für freie und emanzipatorische Bildung mit uneingeschränktem Zugang für alle!

Die letzten Monate wurden genutzt, um das weltweite Netzwerk zwischen den BildungsaktivistInnen zu stärken und deutlich zu machen, dass alle Gruppen erfolgreicher ihrem Bestreben sein werden, wenn sie sich auf globaler Ebene vereinen. Schließlich sind die Probleme in großem Ausmaß identisch.

Das „International Student Movement“ ist eine unabhängige Plattform, die sich zahlreicher Internetwerkzeuge bedient, um einen umfassenden Informationsfluss und die allgemeine Kommunikation zwischen AktivistInnen in Australien, Nepal, den USA, Puerto Rico, Großbritannien und anderswo auf der Welt zu ermöglichen.

Hunderte Menschen aus vielen verschiedenen Regionen der Welt, die sich mit dem Zustand von Bildung auseinandersetzen, fanden sich an der Ruhr-Universität in Bochum für den “European Education Congress” Ende März 2010 zusammen, um Visionen auszutauschen und Beziehungen über staatliche Grenzen hinweg zu knüpfen. Der Kongress zeigte wieder einmal deutlich, dass die zunehmenden Kosten für den individuellen Zugang zu Bildung, Einschnitte in den Haushalten und eine Zunahme des Einflusses von Wirtschaftsinteressen (durch extra aufgestellte Gremien – wie z.B. den Hochschulrat) und eine kontinuierliche Entdemokratisierung von Bildungseinrichtungen – um nur einige zu nennen – bei weitem keine Probleme sind die sich auf die lokale oder nationale Ebene reduzieren lassen – sondern tatsächlich Menschen überall betreffen. Wie Mutiara Ika, eine studentische Aktivistin in Indonesien, es ausdrückt: „Der Einsatz für freie Bildung kennt einfach keine Grenzen!“. Sie setzt fort: „Freie und emanzipatorische Bildung für alle ist eine grundsätzliche Voraussetzung für jede Gesellschaft, welche sich als demokratisch versteht.”.

Deshalb beschlossen bildungsaktivistische Gruppen, bei ihren zukünftigen Protesten vermehrt gemeinsam zu handeln. Als ersten Schritt beschlossen sie, den 16. Juni als “Day of United Symbolic Actions” zu deklarieren.
An diesem Tag werden Gruppen weltweit an zahlreichen Orten öffentlich die im Herbst diesen Jahres anstehenden „Global Wave of Action for Education“ ankündigen. Diese wird bereits in mehreren Ländern vorbereitet und koordiniert. Den Startschuss für diese wird voraussichtlich ein großer Aktionstag in den U.S.A. am 7. Oktober darstellen. Anschließend wird es mit Besetzungen in Italien und darüber hinaus zu einer größeren Dynamik in Europa kommen. Zu bestimmten Zeitpunkten werden sich auch Gruppierungen aus Afrika, Asien und anderswo einbringen.

Hier ist eine Übersicht einiger Aktionen, die morgen als Teil des „Day of United Symbolic Action“ stattfinden werden:

  • Deutschland: In Dresden wird eine landesweite Demonstration stattfinden. Zu dieser ruft ein breites Bündnis auf, allen voran die Konferenz der Studierendenschaft Sachsen.
    In Marburg (Hessen) werden AktivistInnen ein Banner am Universitätsgebäude anbringen und zur Teilnahme am “Global Wave of Action for Education” diesen Herbst aufrufen.
    In Wilhelmshaven (Niedersachsen) inszenieren AktivistInnen eine Kunstdarstellung, um die Nachricht der bevorstehenden “global wave” in die Öffentlichkeit zu tragen.
  • Indonesien: Eine landesweite Organisation namens PEMPEBASAN mobilisiert für Massenaktionen in zahlreichen Regionen, darunter Jakarta, Yogyakarta, Ost-Kalimantan, Palu-Centre Sulawesi, Süd-Sulawesi, Madura-Ost-Java und Temate-Nord-Maluku. Der Protest richtet sich dort zusätzlich gegen die steigenden Preise für Elektrizität und Nahrung, sowie für freie öffentliche Bildung.
  • Kosovo: AktivistInnen der NGO N’Solidaritet veranstalten eine symbolische Aktion vor der Philosophischen Fakutät der Universität von Prishtina.
  • Nepal: Die weltweite Nepalesische Studierendenorganisation (WNSO) wird ein Programm für freie und emanzipatorische Bildung in der Hauptstadt Kathmandu durchführen.
    Daran teilnehmen werden studentische Vertretungen sowie des Bundes der LehrerInnen.
  • Philippinen: Das “League of Filipino Students” (LFS) hält eine Protestaktion vor dem Haus des Präsidenten in der Hauptstadt Manila ab. Sie protestieren gegen die acht größten Belastungen der Jugend: 1. Erhöhung der Studiengebühren, des Schulgeldes und anderer Gebühren, 2. Ein zu geringer öffentlicher Haushalt für Bildung, 3. Kürzungen von Klassenräumen und inadequate Ausstattung, 4. Starke Zunahme von Abbrüchen auf allen Ebenen in Folge der finanziellen Belastung, 5. Die zunehmende Demontierung von Forschungs-, Entwicklungs-, und Eigentumsrechten, 6. Exportorientierte Lehrplan- und Arbeitspolitik, 7. Schließung von Studierendenvertretungen und Studierendenpublikationen, 8. Nicht durchsetzungsfähige Regierungsbehörden.
  • Puerto Rico: Studierende der Universität Puerto Rico (Campus Rio Piedras) werden ein älteres Haus besetzen und entsprechend umgestalten. Ein Programm für den Tag ist schon ausgearbeitet. Einzelheiten dazu auch hier.
  • Russland: Eine Gruppe autonomer ArbeiterInnen mobilisiert LehrerInnen, ArbeiterInnen und Angestellte in Bildungseinrichtungen, Eltern und Studierende für einen spontanen Flashmob in St. Petersburg.
    Eine weitere Gruppe, welche sich “Civil Initiative for Social Human Rights” nennt wird ihre vierte Mahnwache und Straßentheater durchführen in Samara. Ihre Aktionen richten sich auch gegen ein neulich verabschiedetes Gesetz, welches den Weg für die Kommerzialisierung öffentlich finanzierter Einrichtungen ebnet.
  • Schweiz: Eine Gruppe namens “Unsere Uni”, hervorgegangen aus den Protesten im vergangenem Herbst, führt in Bern als Teil des Aktionstages ein Straßentheater auf.
  • Sierra Leone: Wie in vielen anderen Ländern des Kontinents finden in
    Sierra Leone Aktionen und Ereignisse als Teil des “African Child’s Day” statt, die von einem breiten Bündnis getragen werden. Das „National Youth Coalition Student Assembly” organisiert Versammlungen, die beide Aktionsrahmen miteinander verbinden.

Weiter unten finden Sie eine Liste mit Kontaktmöglichkeiten einiger Gruppen, die an dem morgigen Aktionstag teilnehmen werden. Kontaktiere Sie diese, um weitere Einzelheiten zu ihren lokalen Umständen zu erfahren.

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Um in Zukunft aktuelle Neuigkeiten im Zusammenhang mit der „Global Wave of Action for Education“ zu erhalten, können Sie den Newsletter abonieren [Inhalte werden auf englisch versendet].

denkzettel #2

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 27. Mai 2010

Die zweite Ausgabe der unabhängigen Studierendenzeitschrift denkzettel ist erschienen. Du findest sie zu Semesterende an den beteiligten Unis Fribourg, Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich.

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Die französische Version findet ihr hier

forum uni21

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Fabian @ 2. Mai 2010

Am Freitag, 7. Mai findet in Zürich ein von #unsereuni mitorganisiertes Forum über Bildung statt. Hier der Flyer mit Programm:

Weitere Infos findet ihr unter uni21.unsereuni.ch

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