Bologna-Gipfel 11. – 12. März in Wien!

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 1. Februar 2010

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.

Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.

Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.

Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit Demonstrationen, Streik und Blockaden “empfangen”, auf einem Gegengipfel die europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der internationalen Bildungsproteste vorantreiben.

Komm, beteilige dich! Versauen wir gemeinsam die Feierlichkeiten! Keine Party ohne uns!

bolognaburns.org

Übersicht über die Bilungsproteste im Jahr 2009

Abgelegt unter: Schweizweit — Schlagwörter: — Lisa @ 24. Januar 2010

Auf der Seite des “International Student Movement” findet ihr eine Auflistung der weltweiten Bildungsproteste, die alle in Verbindung mit den “neoliberalen Reformen” im öffentlichen Bildungssystem stehen. Hunderte von Aktionen in 51 Ländern über 5 Kontinente verteilt, wurden allein im Jahr 2009 gezählt.

Die Wurzel der Probleme ist überall dieselbe: Es ist ein und derselbe Kampf. Es ist unser Kampf! Zeit sich zusammen zu tun. Weltweit. Dazu kann das “International Student Movement” als Austausch-, Informations-, und Vernetezungsplattform dienen und die Proteste global koordinieren.

Aktion zur Rektorenkonferenz

Abgelegt unter: Bern, Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 22. Januar 2010

Link zum Video der Rektorenkonferenz:

http://www.plebstv.com/a/aa06f36e01/Bildungsdemo_waehrend_der_RektorenkonferenzCRUZ_in_Bern

Am 21. Januar fand die Rektorenkonferenz (nein, es hat keine Rektorinnen) CRUS in Bern statt. Die CRUS ist ein Gremium, das bei wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen über Einfluss verfügt, jedoch weder demokratisch legitimiert noch offen ist für Mittelbau und Studierende.

Federführend wirkte die CRUS vor allem bei der Umsetzung der Bologna-Reform, die aus Bildung eine markttaugliche Ware gemacht hat.

Neben der Umsetzung der Bologna-Reform beschäftigt sich die CRUS hauptsächlich mit hochschulpolitischer Lobbyarbeit. Statt sich kritisch mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Bildung für alle zu fordern, reiht sich die CRUS in den Sprechchor der dominanten Wirtschaftsdiskurse ein: In Stellungsnahmen fordert sie mehr Autonomie für die Universitäten und stärkere Konkurrenz zwischen diesen. Hinter der Forderung nach Autonomie steckt die Vorstellung, dass Universitäten wie private Unternehmen geführt werden sollen, d.h. die Rektoren sollen ohne demokratische Mitsprache der Universitätsangehörigen frei über Zielsetzungen, Finanzen, Personal, Organisation und Sachmittel der Universitäten bestimmen dürfen.

Die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den Universitäten zeigt, wie ernst ihnen die Ökonomisierung der Bildung ist. Wettbewerb zwischen Hochschulen führt zu Eliteuniversitten, ungleichen Bildungsmöglichkeiten und zum Verschwinden unrentabler – aber wertvoller – Studienbereiche.

Studierende der Universitäten Bern, Lausanne, Basel und Zürich versammelten sich deshalb am 21.1. in Bern zu kreativem Protest gegen die CRUS. Das blinde Jagen nach ECTS-Punkten und die Verschulung der Uni wurden ebenso in einem Theater dargestellt wie “Bologna. Drama in vier Akten”. Während der Kundgebung konnten wir mit zwei Rektoren zu der CRUS und der Räumung der Uni Zürich sprechen.

Kritische Universität von unten

Abgelegt unter: Basel — Schlagwörter: — Rafael @ 4. Januar 2010

Im Rahmen des Anderen Davos findet am Freitag den 29. Januar in der Aula der Uni Basel eine Veranstaltung zum Thema kritische Bildung statt.

Freitag, 29. Januar, 16 bis 18 Uhr

Kritische Universität – Uni von unten

Das Andere Davos findet an der Universität statt, oder: an einem öffentlichen Ort, der den Austausch erlaubt, einen Dialog über die Kritik eines Systems und über die Mobilisierungen gegen die sozialen Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse zu führen. In diesem Rahmen geht es darum, das kritische und so genannte akademische Denken mit Erfahrungen von autonomen Bildungsprojekten von Frauen, MigrantInnen und Lohnabhängigen zu verbinden.

Daran werden teilnehmen: Franz Schultheis (Professor), „Welche Verbindung zwischen den kritischen Sozialwissenschaften und den sozialen Kämpfen?“; Ueli Mäder (Professor), „Warum findet das ­Andere Davos an der Universität Basel statt?“; Claudia Nogueira, Professorin an der Universidade ­Federal de Santa Catarina, (Brasilien), „Erfahrungen autonomer Bildung”; Avji Sirmoglu von Planet 13, Basel, „Die Bildung der Prekären“; Felipe Polania, Verein „Bildung für alle“ an der Autonomen Schule Zürich, „Schule als politische Aktion in der ­Flüchtlings­­bewegung“; Teilnahme weiterer MigrantInnen, usw.

Des weiteren sind am anderen Davos Podien und Workshops mit folgenden Personen geplant:
Silvia Lazarte (Präsidentin der konstituierenden Versammlung Boliviens), Tariq Ali, Noam Chomsky (live Videointerview), einer Vertreterin der Bewegung der MigrantInnen in den USA, Gianni Frizzo von Officine Bellinzona, einer Vertreterin der Landlosenbewegung MST in Brasilien u.a.m.

Am Freitag Abend spielt die Gruppe Zisa um 22:30 im Keller.

Gratis übernachtungsplätze sind vor Ort vorhanden.

Ausführliches Programm für den 29./30. Januar auf : http://www.otherdavos.net/PDF/AutreDavosDe3xA4_k.pdf

Letztes Plenum vor Weihnachten

Abgelegt unter: Basel — Schlagwörter: — Cedric @ 18. Dezember 2009

Heute Freitag 18.12. um 16h im Studicafe.
Traktanden und alles weitere auf dem Wiki oder heute um 16h im Studicafe. Bis dann.

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