DEMOAUFRUF – Gemeinsam gegen die Repressions- und Ausgrenzungsmaschinerie!

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Lisa @ 18. März 2010

DEMOAUFRUF
Ausführlicher Demoaufruf unter:

http://www.bleiberecht.ch/wp-content/uploads/2010/03/aufruf-20-maerz.pdf

Gemeinsam gegen die Repressions- und Ausgrenzungsmaschinerie!

20. März 2010
Besammlung: 14.00 Uhr beim Landesmuseum

Schlusskundgebung auf dem Helvetiaplatz

Repression und Ausgrenzung gegenüber allem, was vom neoliberalen
Mainstream abweicht, wird in der Schweiz immer mehr die Regel.
Betroffen sind die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen:
Migrant_innen, Arbeitslose, IV- und Sozialhilfebezüger_innen,
Hausbesetzer_innen, autonome Bildungskreise und Selbstbestimmung
fordernde Studierende. Gesetzesverscha?rfungen gegen Flüchtlinge,
Polizeigewalt, die Räumung nicht kommerziell orientierter Freiräume,
Überwachung und Fichierungen bis hin zu DNA-Entnahmen dienen der
Ausgrenzung und Isolierung von Menschen, die Ungerechtigkeit erfahren
oder an reellen Alternativen arbeiten. Mit derartigen
Isolationsstrategien wird die Solidarität unter Anders- und
Weiterdenkenden systematisch zu verhindern versucht. Gleichzeitig wird
durch deren Kriminalisierung von drängenden Problemen abgelenkt. So
werden die Ursachen der Wirtschaftskrise von Politik und Medien unter
den Tisch gekehrt. Tatsache ist: immer mehr Menschen leben unter dem
Existenzminimum, während 3 Prozent (!) der Steuerpflichtigen in der
Schweiz über mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens verfügen.
Jugendliche finden keine Lehrstellen, universitäre Bildung wird von
Grosskonzernen geformt, in Zürich herrscht Wohnungsnot bei
gleichzeitig etlichen Luxusneubauten. Während Konzerne globalisiert
werden, werden auf der Bevölkerungsebene Nationalismus und Rassismus
geschürt.

Wir demonstrieren heute, weil wir uns nicht zu «Minderheiten»
abstempeln lassen. Wir repräsentieren unterschiedlichste Ideen,
Herkünfte und Ziele, aber wehren uns gemeinsam und verstärkt gegen die
Isolationsstrategien, die wir erfahren. Wir lassen uns nicht
marginalisieren: wir befinden uns mitten in der Gesellschaft und
thematisieren aktuellste Probleme, die von der offiziellen Politik
verschwiegen werden. Wir leben Solidarität und beleben damit eine
neue, andere Welt, in der Menschen mehr zählen als Profite. Wir wollen
ein menschenwürdiges Leben für alle, ein Bleiberecht für alle,
Lehrstellen für Jugendliche (auch Sans-Papiers!) und günstige
Wohnungen überall in der Stadt sowie eine offene und kritische
Universität.

Wir laden alle herzlich ein, sich dem (bewilligten) Demonstrationszug
anzuschliessen.

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

RSS Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack URL

Hinterlasse einen Kommentar