Bildung MACHT Gesellschaft: Die Unibrennt Ringvorlesung zum Nachlesen

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 23. Mai 2011

Das Buch zur Ringvorlesung Bildung MACHT Gesellschaft ist nun endlich erschienen! Darin finden sich neben Aufsätzen zu den Vorträgen der Ringvorlesung weitere spannende Beiträge rund um die Themen Studierendenprotest, Bildung und Gesellschaft.

Ende des Jahres 2009 entzündete sich zuerst an den Hochschulen in Österreich und dann in ganz Europa ein von den Studierenden getragener Protest an der aktuellen hochschulpolitischen Situation. Auch wenn in besetzten Hörsälen der Alltag längst wieder eingekehrt ist, ist der Protest noch nicht zu Ende und haben die Kritik und die Forderungen der Unibrennt Bewegung nicht an Relevanz verloren. Nach wie vor sind die Universitäten unterfinanziert, ist die Debatte um Studiengebühren aktuell, prägen ökonomische Verwertungsinteressen die universitäre Lehre und Forschung und erschweren prekäre Beschäftigungsverhältnisse das Leben vieler WissenschaftlerInnen.

Der Aufschrei aus dem Jahr 2009 hat einen Diskussionsprozess über die gesellschaftliche Bedeutung von Bildung ausgelöst, der mit dem Buch Bildung MACHT Gesellschaft fortgeführt und vertieft wird. Es dokumentiert eine von Unibrennt geforderte und im Sommersemester 2010 von Studierenden an der Universität Salzburg organisierte Ring-Vorlesung. Die AutorInnen beschäftigen sich mit den aktuellen Problemen im Bildungsbereich und ihrem gesellschaftlichen Kontext. Sie diskutieren, wie gesellschaftlich wünschenswerte Bildung aussehen könnte und worin die Möglichkeiten emanzipatorischer Bildung bestehen, und befassen sich darüber hinaus mit den Möglichkeiten und Problemen von Studierendenprotesten. Dabei hilft der Band vielleicht auch zu verstehen, warum es so schwer ist dauerhafte Änderungen im Bildungsbereich und der Gesellschaft zu bewirken, es sich aber dennoch lohnt, weiter dafür zu kämpfen.

Bildung MACHT Gesellschaft. 2011. Westfälisches Dampfboot.

Herausgegeben von Marisol Sandoval, Sebastian Sevignani, Alexander Rehbogen, Thomas Allmer, Matthias Hager und Verena Kreilinger

Mit einem Vorwort von Alex Demirović

Es schreiben Roland Atzmüller, Torsten Bultmann, Kornelia Hauser, Michael Hartmann, Klemens Himpele, Freerk Huisken, Ines Langemeyer, Konrad Paul Liessmann, Jürgen Mittelstraß, Erich Ribolits, Ilse Schrittesser und Elisabeth Steinklammer

Nähere Informationen unter: ringvo.unibrennt-salzburg.org

Programm Forum uni21

Filed under: Bern,Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 8. November 2010

09:15 Forumsbeginn und Einleitung

Referate

09:30 Erich Graf (Doz. Päd., ZH): Kollektive Wissensproduktion und private Aneignung von Wissen

10:00 Peter Streckeisen (Doz. Soz., BS): Humankapital – Neoliberales Programm und kapitalistische Alltagsreligion

10:30 Tobias Studer (Doz. Päd., ZH): Bildung als Utopie?

11:00 Aleksander Miłosz Zieliński (Ass. Soz., BE): Die kommende Uni

11:30 Übersicht Workshops

Workshops (13:00 – 15:00)

Ueli/Stefan (Studierende, BE): Reformismus in der Praxis

Denk:Mal (autonome Schule, BE): Autonome Bildung – Zum Gescheiter verurteilt?

Nina (Studierende, LU): Kreativer Protest an der Uni

Aleksander Miłosz Zieliński (Ass. Soz., BE): Die kommende Uni

UnsereUni FR: Universität und Privatwirtschaft – das Beispiel Adolf Merkle Institut

15:30 Schlussplenum

FU21 Plakat <-download!

FU21 Programm dt. <-download!

Forum uni21 II

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 1. November 2010

flyer dt

Flyer frz

Forum Uni21 II

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 13. Oktober 2010

->Termin bestätigt! Forum uni21 II findet am 19. November in Bern statt.<-

Liebe Interessierte!

Seit dem letzten Uniforum scheint hierzulande über die Semesterferien ein wenig Ruhe in der studentischen Protestbewegung eingekehrt zu sein. Wir wollen aber dran bleiben, indem wir von UnsereUni Bern anknüpfen mit der Zweitausgabe des Forums Uni21. Stattfinden soll es diesmal im Hauptgebäude der Uni Bern am Fr., den 19. November während der Global Wave of Action for Education (http://www.emancipating-education-for-all.org/idea_global_wave_action).

Wir rufen hier alle Leute auf, die etwas dazu beitragen wollen, sei es als ReferentIn, WorkshopleiterIn oder HelferIn in Organisation und Administration.

Inhalt und Ziel:

Mit dem Forum wollen wir den Diskurs über die Ökonomisierung der Bildung an der Uni behalten, wo er hingehört. Der Fokus des Forums geht über das Hochschulwesen hinaus, welches aber den Schwerpunkt bilden sollte. Wir wollen die Leute motivieren, die heutigen Verhältnisse kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu formulieren. Innerhalb dieses Rahmens ist die Themenwahl für die Beiträge frei: (inter)nationale Bildungspolitik, der Umgang von Unis/Instituten/Studis mit Bologna, demokratische Uni, Kritik der Wissensproduktion, Bildung und Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft, Bildungsvisionen, bestehende Alternativen…

Aufbau:

Da sich die Struktur des letzten Forums als brauchbar erwiesen hat, wird sie in dieser Ausgabe beibehalten. Einzig der Schlussdiskussion sollte mehr Zeit eingeräumt werden, um ein gutes Fazit erarbeiten zu können. Für den Morgen (ca. 09:00-12:00) sind also Referate geplant. Das Zeitlimit für die Beiträge wird von der Anzahl Zusagen abhängen und wird noch mitgeteilt. Danach gibt es Mittagessen (von uns organisiert) und am Nachmittag die Workshops (13:30-16:00) mit abschliessendem Plenum (16:00-18:00). Am Abend wird eine Soliparty stattfinden, vermutlich in der Autonomen Schule Denk:Mal.

Alle, die mitmachen wollen, sich mit einem Forumsbeitrag gegen die Tendenzen des heutigen Bildungswesens zu stellen, sollen sich doch bitte melden unter: denkraum@hotmail.ch. Ich bitte euch auch, das Mail an Leute weiterzuleiten, die daran Interesse haben könnten.

Einen schönen Tag und reges Interesse wünscht

UnsereUni Bern

Bern, 28.09.10

Globale Aktionswelle

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 15. Juni 2010

Ein internationales Netzwerk von BildungsaktivistInnen kündigt für den Herbst 2010 gemeinsame Proteste an. Aktive aus aller Welt veranstalten morgen im Zuge des „Day of United Symbolic Actions“ Aktivitäten gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung.

Im Oktober und November 2009 gab es bereits massenhaften Protest gegen die zunehmende Privatisierung öffentlicher Bildung, den „Bologna-Prozess“ und die damit verbundenen Probleme, sowie für freie und emanzipatorische Bildung mit uneingeschränktem Zugang für alle!

Die letzten Monate wurden genutzt, um das weltweite Netzwerk zwischen den BildungsaktivistInnen zu stärken und deutlich zu machen, dass alle Gruppen erfolgreicher ihrem Bestreben sein werden, wenn sie sich auf globaler Ebene vereinen. Schließlich sind die Probleme in großem Ausmaß identisch.

Das „International Student Movement“ ist eine unabhängige Plattform, die sich zahlreicher Internetwerkzeuge bedient, um einen umfassenden Informationsfluss und die allgemeine Kommunikation zwischen AktivistInnen in Australien, Nepal, den USA, Puerto Rico, Großbritannien und anderswo auf der Welt zu ermöglichen.

Hunderte Menschen aus vielen verschiedenen Regionen der Welt, die sich mit dem Zustand von Bildung auseinandersetzen, fanden sich an der Ruhr-Universität in Bochum für den „European Education Congress“ Ende März 2010 zusammen, um Visionen auszutauschen und Beziehungen über staatliche Grenzen hinweg zu knüpfen. Der Kongress zeigte wieder einmal deutlich, dass die zunehmenden Kosten für den individuellen Zugang zu Bildung, Einschnitte in den Haushalten und eine Zunahme des Einflusses von Wirtschaftsinteressen (durch extra aufgestellte Gremien – wie z.B. den Hochschulrat) und eine kontinuierliche Entdemokratisierung von Bildungseinrichtungen – um nur einige zu nennen – bei weitem keine Probleme sind die sich auf die lokale oder nationale Ebene reduzieren lassen – sondern tatsächlich Menschen überall betreffen. Wie Mutiara Ika, eine studentische Aktivistin in Indonesien, es ausdrückt: „Der Einsatz für freie Bildung kennt einfach keine Grenzen!“. Sie setzt fort: „Freie und emanzipatorische Bildung für alle ist eine grundsätzliche Voraussetzung für jede Gesellschaft, welche sich als demokratisch versteht.“.

Deshalb beschlossen bildungsaktivistische Gruppen, bei ihren zukünftigen Protesten vermehrt gemeinsam zu handeln. Als ersten Schritt beschlossen sie, den 16. Juni als “Day of United Symbolic Actions” zu deklarieren.
An diesem Tag werden Gruppen weltweit an zahlreichen Orten öffentlich die im Herbst diesen Jahres anstehenden „Global Wave of Action for Education“ ankündigen. Diese wird bereits in mehreren Ländern vorbereitet und koordiniert. Den Startschuss für diese wird voraussichtlich ein großer Aktionstag in den U.S.A. am 7. Oktober darstellen. Anschließend wird es mit Besetzungen in Italien und darüber hinaus zu einer größeren Dynamik in Europa kommen. Zu bestimmten Zeitpunkten werden sich auch Gruppierungen aus Afrika, Asien und anderswo einbringen.

Hier ist eine Übersicht einiger Aktionen, die morgen als Teil des „Day of United Symbolic Action“ stattfinden werden:

  • Deutschland: In Dresden wird eine landesweite Demonstration stattfinden. Zu dieser ruft ein breites Bündnis auf, allen voran die Konferenz der Studierendenschaft Sachsen.
    In Marburg (Hessen) werden AktivistInnen ein Banner am Universitätsgebäude anbringen und zur Teilnahme am “Global Wave of Action for Education” diesen Herbst aufrufen.
    In Wilhelmshaven (Niedersachsen) inszenieren AktivistInnen eine Kunstdarstellung, um die Nachricht der bevorstehenden “global wave” in die Öffentlichkeit zu tragen.
  • Indonesien: Eine landesweite Organisation namens PEMPEBASAN mobilisiert für Massenaktionen in zahlreichen Regionen, darunter Jakarta, Yogyakarta, Ost-Kalimantan, Palu-Centre Sulawesi, Süd-Sulawesi, Madura-Ost-Java und Temate-Nord-Maluku. Der Protest richtet sich dort zusätzlich gegen die steigenden Preise für Elektrizität und Nahrung, sowie für freie öffentliche Bildung.
  • Kosovo: AktivistInnen der NGO N’Solidaritet veranstalten eine symbolische Aktion vor der Philosophischen Fakutät der Universität von Prishtina.
  • Nepal: Die weltweite Nepalesische Studierendenorganisation (WNSO) wird ein Programm für freie und emanzipatorische Bildung in der Hauptstadt Kathmandu durchführen.
    Daran teilnehmen werden studentische Vertretungen sowie des Bundes der LehrerInnen.
  • Philippinen: Das „League of Filipino Students“ (LFS) hält eine Protestaktion vor dem Haus des Präsidenten in der Hauptstadt Manila ab. Sie protestieren gegen die acht größten Belastungen der Jugend: 1. Erhöhung der Studiengebühren, des Schulgeldes und anderer Gebühren, 2. Ein zu geringer öffentlicher Haushalt für Bildung, 3. Kürzungen von Klassenräumen und inadequate Ausstattung, 4. Starke Zunahme von Abbrüchen auf allen Ebenen in Folge der finanziellen Belastung, 5. Die zunehmende Demontierung von Forschungs-, Entwicklungs-, und Eigentumsrechten, 6. Exportorientierte Lehrplan- und Arbeitspolitik, 7. Schließung von Studierendenvertretungen und Studierendenpublikationen, 8. Nicht durchsetzungsfähige Regierungsbehörden.
  • Puerto Rico: Studierende der Universität Puerto Rico (Campus Rio Piedras) werden ein älteres Haus besetzen und entsprechend umgestalten. Ein Programm für den Tag ist schon ausgearbeitet. Einzelheiten dazu auch hier.
  • Russland: Eine Gruppe autonomer ArbeiterInnen mobilisiert LehrerInnen, ArbeiterInnen und Angestellte in Bildungseinrichtungen, Eltern und Studierende für einen spontanen Flashmob in St. Petersburg.
    Eine weitere Gruppe, welche sich „Civil Initiative for Social Human Rights“ nennt wird ihre vierte Mahnwache und Straßentheater durchführen in Samara. Ihre Aktionen richten sich auch gegen ein neulich verabschiedetes Gesetz, welches den Weg für die Kommerzialisierung öffentlich finanzierter Einrichtungen ebnet.
  • Schweiz: Eine Gruppe namens “Unsere Uni”, hervorgegangen aus den Protesten im vergangenem Herbst, führt in Bern als Teil des Aktionstages ein Straßentheater auf.
  • Sierra Leone: Wie in vielen anderen Ländern des Kontinents finden in
    Sierra Leone Aktionen und Ereignisse als Teil des “African Child’s Day” statt, die von einem breiten Bündnis getragen werden. Das „National Youth Coalition Student Assembly” organisiert Versammlungen, die beide Aktionsrahmen miteinander verbinden.

Weiter unten finden Sie eine Liste mit Kontaktmöglichkeiten einiger Gruppen, die an dem morgigen Aktionstag teilnehmen werden. Kontaktiere Sie diese, um weitere Einzelheiten zu ihren lokalen Umständen zu erfahren.

——————–

Um in Zukunft aktuelle Neuigkeiten im Zusammenhang mit der „Global Wave of Action for Education“ zu erhalten, können Sie den Newsletter abonieren [Inhalte werden auf englisch versendet].

denkzettel #2

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 27. Mai 2010

Die zweite Ausgabe der unabhängigen Studierendenzeitschrift denkzettel ist erschienen. Du findest sie zu Semesterende an den beteiligten Unis Fribourg, Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich.

[issuu layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml showflipbtn=true documentid=100527084544-5e066eb0f6134f4dbe5f740bd2515a44 docname=denkzettel_2 username=unsereuni loadinginfotext=denkzettel%20%232 tag=unsereuni width=500 height=340 unit=px]

Die französische Version findet ihr hier

forum uni21

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Fabian @ 2. Mai 2010

Am Freitag, 7. Mai findet in Zürich ein von #unsereuni mitorganisiertes Forum über Bildung statt. Hier der Flyer mit Programm:

Weitere Infos findet ihr unter uni21.unsereuni.ch

[issuu viewmode=presentation layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml showflipbtn=true documentid=100503225303-95ec044dbda146a4b8570951f8478bf6 docname=forum_uni21 username=unsereuni loadinginfotext=forum%20uni21 showhtmllink=true tag=unsereuni width=500 height=400 unit=px]

Autonomen Schule Zürich und des Bleiberecht-Kollektivs Zürich

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — basel @ 19. April 2010

M E D I E N M I T T E I L U N G des Vereins Bildung für Alle, der
Autonomen Schule Zürich und des Bleiberecht-Kollektivs Zürich

Zürich, 19. April 2010

AUTONOME KULTUR UND BILDUNG STATT REPRESSION UND KNÄSTE

In der Nacht auf Montag, 19. April wurde die Baracke an der Hohlstrasse
170 auf dem Güterbahnhof-Gelände besetzt und neu belebt. Das Gebäude
steht seit mehr als einem Jahr leer. Es wird per sofort für verschiedene
Bildungs- und Kulturprojekte neue Heimat sein, die zurzeit durch die
Stadt wandern.

Die Besetzer_innen stellen den befreiten Raum unter anderem dem Verein
Bildung für Alle zu Verfügung. Seit mehr als einem Jahr besuchen dort
rund hundert illegalisierte Flüchtlinge und Migrant_innen, aber auch
Asylbewerber_innen, deren Antrag noch im Verfahren ist, drei Mal die
Woche Deutschkurse. Es sind Menschen, denen der Weg zur Bildung und
Selbstbestimmung vom Bund und Kanton aktiv verweigert wird.
Ebenso wird die Baracke mit verschiedenen autonomen Kultur- und
Bildungsanlässen belebt werden. Bereits heute Nachmittag wird die erste
Veranstaltung der neuen Autonomen Schule Zürich stattfinden, ein Vortrag
über Gastfreundschaft. Ebenso werden die Teilnehmenden des Deutschkurses
ihr neues Heim besichtigen.

Millionen für die Bedürfnisse der Mächtigen ? einst und jetzt

Auf dem Gelände des Güterbahnhofs soll das neue Polizei- und
Justizzentrum (PJZ) gebaut werden. Der Kanton will für diesen
Polizeipalast 630 Millionen Franken ausgeben. Ein in Beton gegossenes
Symbol einer Politik, die von Ausgrenzung und Repression gezeichnet ist.
Ein Symbol einer Politik auch, die autonome Projekte immer stärker
einschränkt. Beispiele dafür sind die gewaltsame Räumung der Autonomen
Schule Zürich (ASZ), die Sabotierung des Jugend Squat an der
Wehntalerstrasse (beides im Januar) und der Abriss des Autonomen
Kulturzentrums an der Kalkbreitestrasse 4 im März.

Vor 30 Jahren verteilten die Mächtigen Millionen für das Opernhaus,
Symbol der Elitekultur, und räumten das Autonome Jugend Zentrum. Heute
bauen sie Repressionspaläste und räumen und vertreiben autonome Kultur
und Bildungsprojekte. Ebenso wie vor 30 Jahre bleibt uns nichts anders
übrig, als Widerstand zu leisten. Und das tun wir.

Wie vor 30 Jahren: Wir wehren uns

Wir wehren uns gegen eine Stadt der Reichen, gegen die Gentrifizierung
von Stadtkreisen wie dem Kreis 4 und 5 , gegen die ständige
Schikanierung von Migrant_innen, gegen die alltäglichen und
willkürlichen Personenkontrollen, gegen die Illegalisierung und
Kriminalisierung von Flüchtlingen und gegen rassistische
Pauschalisierungen, wie sie kürzlich von Alain Du Bois?Reymond, Direktor
des Bundesamt für Migration, in einem Interview gemacht wurden.

Wir setzen uns ein für eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung, für eine
Stadt, in der verschiedene Welten machbar sind, eine Stadt ohne Polizei
in jeder Ecke. Wir setzen uns ein für Solidarität, für eine natur- und
menschfreundliche Stadt, für Schulen und Kinderkrippen, für das Recht
auf Bildung, auf Migration und auf Asyl.

Es gibt viel zu tun. Wir bleiben dran ? in unserem neuen Zuhause an der
Hohlstrasse 170.

Die Autorität ist angreifbar, die Utopie ist machbar.

Medienkontakt: 076 387 28 70
info@bildung-fuer-alle.ch

bern: sub ist gerettet!?

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 18. März 2010

die „motion fuchs“ wurde heute im grossrat mit 64:58 stimmen abgelehnt. dies ist ein knappes ergebnis und erlaubt uns nur ein erstes durchatmen. herr fuchs hat bereits angedroht, dass er eine zweite abstimmung in der 2. lesung wünscht. die diskussion fand ganz am schluss statt und obwohl sp und grüne bemüht waren, dass möglichst alle parteimitglieder anwesend sind, haben einige gefehlt. zudem verlassen die psa-mitglieder den rat meist um 15.30 uhr, d.h. sie waren bei der abstimmung ebenfalls nicht dabei.
der vorstoss bezüglich bandbreite des politischen engagements (nur noch bildungspolitik) der von der kommission kommt und von frau stalder (fdp) verfasst wurde, wird morgen diskutiert. frau stalder versuchte mit diesem vorstoss ihre partei-kolleginnen einen kompromiss zu unterbreiten, damit sich diese für eine automatische mitgliedschaft äussern. dies ist ihr nur bedingt gelungen, aber den vorstoss kann sie trotzdem nicht zurückziehen, da sie sonst als unglaubwürdig dastehen würde. sie ist jedoch dazu bereit, die genaue ausformulierung mit der sub noch zu diskutieren, dies weil sie von der sub darauf hingewiesen wurde, dass gem. der auslegung von herr tschannen, der handlungsspielraum sehr eng wäre. herr küenzi hat ebenfalls eine auslegung präsentiert (beide mündlich, bei einem sub-anlass, an den die grossräte eingeladen waren), die sich deutlich genereuser zeigt, als diejenige von tschannnen.

DEMOAUFRUF – Gemeinsam gegen die Repressions- und Ausgrenzungsmaschinerie!

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Lisa @

DEMOAUFRUF
Ausführlicher Demoaufruf unter:
http://www.bleiberecht.ch/wp-content/uploads/2010/03/aufruf-20-maerz.pdf

Gemeinsam gegen die Repressions- und Ausgrenzungsmaschinerie!

20. März 2010
Besammlung: 14.00 Uhr beim Landesmuseum

Schlusskundgebung auf dem Helvetiaplatz

Repression und Ausgrenzung gegenüber allem, was vom neoliberalen
Mainstream abweicht, wird in der Schweiz immer mehr die Regel.
Betroffen sind die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen:
Migrant_innen, Arbeitslose, IV- und Sozialhilfebezüger_innen,
Hausbesetzer_innen, autonome Bildungskreise und Selbstbestimmung
fordernde Studierende. Gesetzesverscha?rfungen gegen Flüchtlinge,
Polizeigewalt, die Räumung nicht kommerziell orientierter Freiräume,
Überwachung und Fichierungen bis hin zu DNA-Entnahmen dienen der
Ausgrenzung und Isolierung von Menschen, die Ungerechtigkeit erfahren
oder an reellen Alternativen arbeiten. Mit derartigen
Isolationsstrategien wird die Solidarität unter Anders- und
Weiterdenkenden systematisch zu verhindern versucht. Gleichzeitig wird
durch deren Kriminalisierung von drängenden Problemen abgelenkt. So
werden die Ursachen der Wirtschaftskrise von Politik und Medien unter
den Tisch gekehrt. Tatsache ist: immer mehr Menschen leben unter dem
Existenzminimum, während 3 Prozent (!) der Steuerpflichtigen in der
Schweiz über mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens verfügen.
Jugendliche finden keine Lehrstellen, universitäre Bildung wird von
Grosskonzernen geformt, in Zürich herrscht Wohnungsnot bei
gleichzeitig etlichen Luxusneubauten. Während Konzerne globalisiert
werden, werden auf der Bevölkerungsebene Nationalismus und Rassismus
geschürt.

Wir demonstrieren heute, weil wir uns nicht zu «Minderheiten»
abstempeln lassen. Wir repräsentieren unterschiedlichste Ideen,
Herkünfte und Ziele, aber wehren uns gemeinsam und verstärkt gegen die
Isolationsstrategien, die wir erfahren. Wir lassen uns nicht
marginalisieren: wir befinden uns mitten in der Gesellschaft und
thematisieren aktuellste Probleme, die von der offiziellen Politik
verschwiegen werden. Wir leben Solidarität und beleben damit eine
neue, andere Welt, in der Menschen mehr zählen als Profite. Wir wollen
ein menschenwürdiges Leben für alle, ein Bleiberecht für alle,
Lehrstellen für Jugendliche (auch Sans-Papiers!) und günstige
Wohnungen überall in der Stadt sowie eine offene und kritische
Universität.

Wir laden alle herzlich ein, sich dem (bewilligten) Demonstrationszug
anzuschliessen.

Newer Posts »