Absichtserklärung von Unsere Uni Basel

Filed under: Basel — Schlagwörter: — Sven @ 1. Dezember 2009

An der Plenarversammlung von Montag 30.11.09 wurde beschlossen, vorerst keine weiteren direkten Verhandlungen mit dem Rektorat über die Nutzung der geforderten Räumlichkeiten zu führen. Die Vorschläge des Rektorats erachten wir mittlerweile im besten Falle als Verzögerungstaktik. Einer permanenten Nutzung des Raumes 028 und dem davor eingerichteten autonomen Studicafé wurde nie zugestimmt. In anbetracht dessen, dass wir die besetzte Aula unter der Bedingung verliessen, ebensolchen Raum und ein selbstverwaltetes Café permanent betreiben zu können, sehen wir die befristeten und stark eingeschränkten Vorschläge des Rektorats als ungenügend an. Das Vorhandensein eines freien Raumes innerhalb der Universität Basel ist keine übertriebene Forderung. Die Notwendigkeit zeigt sich in der regen Nutzung des Ortes als Ort der Diskussion und alternativer Veranstaltungen, sowie als Treffpunkt für die weiterhin bestehenden Arbeitsgruppen.
Wir erklären hiermit, dass wir den Raum 028 des Kollegiengebäudes der Universität Basel und das autonome, selbstverwaltete Studicafé weiterhin nutzen werden. Die Mitteilung, dass in eben diesem Raum Prüfungen durchgeführt werden, hat uns erreicht. Es wurde beschlossen, den Raum für die Prüfungen zur Verfügung zu stellen. Verantwortliche sollen uns über unseren email-Kontakt (unsereuni@immerda.ch) informieren, wann diese Prüfungen stattfinden, so werden wir zu dieser Zeit den Raum herrichten, ihn jedoch nach den jeweiligen Prüfungen wieder nutzen.
Allfällige weitere Aktionen und Möglichkeiten werden in den folgenden Plenarsitzungen besprochen. Eine Stellungnahme des Rektrats nehmen wir entgegen, verlangen sie aber nicht ausdrücklich, da wir nicht mehr an den guten Willen glauben.
Über weitere geplante Aktionen bezüglich unserer Hauptforderungen werden wir rechtzeitig informieren. Verschiedenes ist derzeit in Vorbereitung, an der Universität Basel, aber auch in Zusammenarbeit mit anderen schweizerischen Universitäten.
Our Education Is Still Not For Sale! Wir bleiben da und bleiben kritisch!
UnserUni

International Plenum for Better Education (IPBE) vom 27.-29.11. in München

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Sven @ 27. November 2009

An die Plena der besetzten Unis! nach über vier Monaten des ständigen Protests und der andauernden Besetzung von Universitäten in ganz Europa ist es nun an der Zeit, dass die Studierenden ihre Stimme gemeinsam erheben!

Dazu veranstalten die BesetzerInnen in München in Zusammenarbeit mit den BesetzerInnen aus Wien dieses Wochenende in München den “International Plenum for Better Education”!

Kommt alle und lasst uns unsere Stimme gemeinsam erheben, um den Protest auf eine neue, von keinem zu überhören- oder sehende Ebende zu heben!

Students of the world – unite!

Es dankt,
die AG International München der Besetzten Unis in Wien und München

IPDE_Invitation

Uni Lausanne und Genf nun auch besetzt!

Filed under: Lausanne — Schlagwörter: — Cedric @ 26. November 2009

Neu ist die Uni Lausanne nun als erste französisch sprachige Universität in Europa besetzt!

Nachtrag: Nun auch Genf!

Veranstaltungen an der besetzten Uni Zürich, Donnerstag, 26.11.

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Zuerich @

Veranstaltungen

im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Donnerstag, 26. November 2009

14:00 – Konsensfindung konret

Diskussion mit Inputs von der Agentuer Vagant.

16:15 – Leistungsprinzip an der Universität

von Holger Schatz, Soziologe, Redaktor «denknetz».

18:15 – PROF. PETER RADELFINGER:

«DISKRETE KUNST DES WIDERSTANDS»

Peter Radelfinger ist Künstler und Professor an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)

20:15 – Offenes Plenum

Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof. Lunchkino.

Weitere Infos: www.unsereunizh.ch

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf!

Filed under: Basel,Weitere — Schlagwörter: — Lisa @ 25. November 2009

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf

Vom 30.11.-2.12.09 findet in Genf die Minister-Konferenz der WTO statt. Gegen diesen Gipfel mobilisieren verschiedene Bündnisse international zur Grossdemo am Samstag 28.11.09 – 14Uhr, Place de Neuve, Genf. Gründe, als StudentInnen an diesem Protest teilzunehmen gibt es genug.

Was hat die freie Bildung, für welche wir kämpfen, gemeinsam mit der Trinkwasserversorgung in Ägypten? Was mit der Schliessung des Gemeinde-Spitals Riehen? Wie hängt Unsere Uni zusammen mit der Swisscom, der Post oder dem S-Bahn-Chaos in Berlin?

Gemeinsam ist diesen zufälligen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens, dass sie im Fokus der PrivatisiererInnen stehen oder diesen bereits zum Opfer fielen.

Gegen die WTO…

  1. Liberalisieren – dies bedeutet, den öffentlichen Sektor für den Markt öffnen.

  2. Ökonomisieren – Effizienzsteigerung auf Kosten der Angestellten und KonsumentInnen.

  3. Privatisieren – Auslagerung der Gewinne an Private.

  4. Resozialisieren – Abwälzung der Kosten auf die Allgemeinheit, sobald die Gewinne stagnieren.

Das Konzept ist ebenso verbrecherisch wie einfach. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung auf globaler Ebene etwas komplizierter. Die oft an nationale Interessen gebundenen Unternehmen kämpfen um Gewinnmaximierung auf Kosten der anderen, um die begrenzten Geldtöpfe und Einflusssphären. Diese sich konkurrierenden Ansprüche möglichst einvernehmlich zu regeln, ist die wesentliche Aufgabe der Welthandels-Organisation WTO mit ihrem Sitz in Genf. Dass die WTO an dieser Aufgabe scheitert und scheitern muss, zeigt sich am Stagnieren der Doha-Runde seit acht Jahren und nicht zuletzt auch an der weltweit zunehmenden Kriegstendenz.

…und ihr GATS…

Wenn auch die WTO in vielen ihrer Kernbereiche ziemlich handlungsunfähig ist, so dürfen wir sie doch nicht unterschätzen. Gerade im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen und darin der Bildung, ist die Wirkung der ständigen WTO-Appelle nach mehr Liberalisierung und Privatinvestitionen nicht zu übersehen. Zur Durchsetzung und Absicherung dieser Marktöffnung wurde 1993 ein eigenes Vertragswerk geschaffen, das GATS (General Agreement on Trade in Services), dessen Zweck nach Eigenangaben die „fortschreitende Liberalisierung“ sämtlicher Servicebereiche ist.

Zwar gilt dieses auch von der Schweiz unterzeichnete Abkommen hier noch nicht für die öffentliche Bildung. Zahlreiche Reformen der letzten zehn Jahre – so der Bologna-Vertrag – sind jedoch als Vorbereitungsschritte dahin zu verstehen. Und wem dies nützen soll, stellt die EU-Kommission unmissverständlich klar: “Das GATS ist nicht einfach etwas, was zwischen den Regierungen existiert. Es ist vor allem ein Instrument zum Wohle der Unternehmen.” Zu holen gibt es einiges: Allein der Weltmarkt für Bildung wird auf zwei Billionen US-Dollar geschätzt.

…unser Widerstand!

Schliessen wir uns also am Samstag dem Widerstand gegen die WTO an. Verbinden wir unseren Kampf mit den ArbeiterInnen, die dort gegen die Angriffe der WTO auf die Arbeitsgesetze protestieren. Und mit dem Kampf der BäuerInnen gegen die Agrar-Freihandelsabkommen der WTO. Und mit jenem der MigrantInnen aus dem Trikont gegen die gezielte Verarmung ihrer Herkunftsländer durch die WTO.

Setzen wir uns gemeinsam mit allen Menschen, die genug haben von Konkurrenz und Verwertungslogik, für eine Welt ein, die sich an Solidarität und unseren Bedürfnissen orientiert!

Auf nach Genf!

Für Bildung nach unseren Interessen!

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