Aktion zur Rektorenkonferenz
Link zum Video der Rektorenkonferenz:
http://www.plebstv.com/a/aa06f36e01/Bildungsdemo_waehrend_der_RektorenkonferenzCRUZ_in_Bern
Am 21. Januar fand die Rektorenkonferenz (nein, es hat keine Rektorinnen) CRUS in Bern statt. Die CRUS ist ein Gremium, das bei wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen über Einfluss verfügt, jedoch weder demokratisch legitimiert noch offen ist für Mittelbau und Studierende.
Federführend wirkte die CRUS vor allem bei der Umsetzung der Bologna-Reform, die aus Bildung eine markttaugliche Ware gemacht hat.
Neben der Umsetzung der Bologna-Reform beschäftigt sich die CRUS hauptsächlich mit hochschulpolitischer Lobbyarbeit. Statt sich kritisch mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Bildung für alle zu fordern, reiht sich die CRUS in den Sprechchor der dominanten Wirtschaftsdiskurse ein: In Stellungsnahmen fordert sie mehr Autonomie für die Universitäten und stärkere Konkurrenz zwischen diesen. Hinter der Forderung nach Autonomie steckt die Vorstellung, dass Universitäten wie private Unternehmen geführt werden sollen, d.h. die Rektoren sollen ohne demokratische Mitsprache der Universitätsangehörigen frei über Zielsetzungen, Finanzen, Personal, Organisation und Sachmittel der Universitäten bestimmen dürfen.
Die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den Universitäten zeigt, wie ernst ihnen die Ökonomisierung der Bildung ist. Wettbewerb zwischen Hochschulen führt zu Eliteuniversitten, ungleichen Bildungsmöglichkeiten und zum Verschwinden unrentabler – aber wertvoller – Studienbereiche.
Studierende der Universitäten Bern, Lausanne, Basel und Zürich versammelten sich deshalb am 21.1. in Bern zu kreativem Protest gegen die CRUS. Das blinde Jagen nach ECTS-Punkten und die Verschulung der Uni wurden ebenso in einem Theater dargestellt wie “Bologna. Drama in vier Akten”. Während der Kundgebung konnten wir mit zwei Rektoren zu der CRUS und der Räumung der Uni Zürich sprechen.

