forum uni21
Am Freitag, 7. Mai findet in Zürich ein von #unsereuni mitorganisiertes Forum über Bildung statt. Hier der Flyer mit Programm:
Weitere Infos findet ihr unter uni21.unsereuni.ch
Am Freitag, 7. Mai findet in Zürich ein von #unsereuni mitorganisiertes Forum über Bildung statt. Hier der Flyer mit Programm:
Weitere Infos findet ihr unter uni21.unsereuni.ch
DEMOAUFRUF
Ausführlicher Demoaufruf unter:
http://www.bleiberecht.ch/wp-content/uploads/2010/03/aufruf-20-maerz.pdf
20. März 2010
Besammlung: 14.00 Uhr beim Landesmuseum
Schlusskundgebung auf dem Helvetiaplatz
Repression und Ausgrenzung gegenüber allem, was vom neoliberalen
Mainstream abweicht, wird in der Schweiz immer mehr die Regel.
Betroffen sind die unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen:
Migrant_innen, Arbeitslose, IV- und Sozialhilfebezüger_innen,
Hausbesetzer_innen, autonome Bildungskreise und Selbstbestimmung
fordernde Studierende. Gesetzesverscha?rfungen gegen Flüchtlinge,
Polizeigewalt, die Räumung nicht kommerziell orientierter Freiräume,
Überwachung und Fichierungen bis hin zu DNA-Entnahmen dienen der
Ausgrenzung und Isolierung von Menschen, die Ungerechtigkeit erfahren
oder an reellen Alternativen arbeiten. Mit derartigen
Isolationsstrategien wird die Solidarität unter Anders- und
Weiterdenkenden systematisch zu verhindern versucht. Gleichzeitig wird
durch deren Kriminalisierung von drängenden Problemen abgelenkt. So
werden die Ursachen der Wirtschaftskrise von Politik und Medien unter
den Tisch gekehrt. Tatsache ist: immer mehr Menschen leben unter dem
Existenzminimum, während 3 Prozent (!) der Steuerpflichtigen in der
Schweiz über mehr als die Hälfte des gesamten Vermögens verfügen.
Jugendliche finden keine Lehrstellen, universitäre Bildung wird von
Grosskonzernen geformt, in Zürich herrscht Wohnungsnot bei
gleichzeitig etlichen Luxusneubauten. Während Konzerne globalisiert
werden, werden auf der Bevölkerungsebene Nationalismus und Rassismus
geschürt.
Wir demonstrieren heute, weil wir uns nicht zu «Minderheiten»
abstempeln lassen. Wir repräsentieren unterschiedlichste Ideen,
Herkünfte und Ziele, aber wehren uns gemeinsam und verstärkt gegen die
Isolationsstrategien, die wir erfahren. Wir lassen uns nicht
marginalisieren: wir befinden uns mitten in der Gesellschaft und
thematisieren aktuellste Probleme, die von der offiziellen Politik
verschwiegen werden. Wir leben Solidarität und beleben damit eine
neue, andere Welt, in der Menschen mehr zählen als Profite. Wir wollen
ein menschenwürdiges Leben für alle, ein Bleiberecht für alle,
Lehrstellen für Jugendliche (auch Sans-Papiers!) und günstige
Wohnungen überall in der Stadt sowie eine offene und kritische
Universität.
Wir laden alle herzlich ein, sich dem (bewilligten) Demonstrationszug
anzuschliessen.
Heute wurde die autonome Schule in Oerlikon von der Polizei umringt und ohne Vorwarnung geräumt. Die einzige Möglichkeit, für Menschen ohne Papiere und Geld, sich zu bilden ist gewaltsam vom Staat zerstört worden.
Erfahrungsbericht vor Ort:
die autnome schule zürich ist leider geschichte. mit riesengeschütz sind sie heute
aufgefahren: es waren insg. rund 100 polizisten im einsatz, die gesamte infrastruktur der schule wurde in mulden von lastwagen abgetragen, auch die persönlichen utensilien von 2
leuten der familie XXX, die in der asz im allenmoos wohnten. wer noch etwas retten
wollte, wurde mit pfefferspray daran gehindert. weg die bibliothek, die küche, das
atelier, die schulutensilien, die heizung, alles, was in den letzten monaten mit viel
mühe, engagement und kreativität zusammengetragen und aufgebaut worden ist… das
gebäude ist nun unbewohnbar, die fenster wurden rausgenommen usw. rund 70 solidarische haben sich vor der schule versammelt, wurden aber immer weiter zurück gedrängt.
die schule ist weggeräumt – aber sie lebt weiter. am nächsten montag hätte der unterricht
im neuen jahr wieder begonnen. unsereuni hat nun spontan asyl angeboten in ihrem pavillon an der uni. für die 100 flüchtlinge wird es jedoch etwas eng in diesen räumlichkeiten.
wir überlegen uns nun teach-ins im öffentlichen raum. heute abend treffen wir uns, um
über das weitere vorgehen zu debattieren. gleichzeitig ist heute das plenum von
unsereunizh um 18h – wir werden uns austauschen und koordinieren.
denn die beiden bewegungen kämpfen beide für den zugang zu bildung für alle, für ein alternatives bildungssystem von unten, für bewegungsfreiheit und gegen die politik der rotgrünen stadtregierung, die keine autonomen, selbstverwalteten räume und keine initiativen von unten duldet, sondern sie im gegenteil repressiv niederwalzt.
Das Mediencommunique für die Demo vom Samstag ist auf unserer Homepage www.unsereunizh.ch abrufbar.
Des Weiteren stellen wir euch noch die Veranstaltungen für nächste Woche vor:
Am Sonntag den 13. Dezember findet um ca.20 Uhr das Konzert von Moe&Shing im Pavillon HIM statt. Hintergründige Songs und explosive Gitarrenkünste, eloquent dargeboten: Das sind Moe&Shing. Die beiden Brüder stehen in der reichen Tradition des Berner Liedguts à la Mani Matter, veredeln den klassischen Mundart-Chanson aber mit starken Swing- und Reggae-Anleihen. Der typische Moe&Shing-Sound ergänzt die mal ironischen, mal melancholischen, zuweilen auch surreal-schrägen Texte aus der Feder von Dom Moe (oder Shing?) perfekt – “Eine wahrlich extraordinäre Mischung”, findet Sam Moe (oder Shing?).
Am Mittwoch den 16. Dezember um 16.15 Uhr kriegt unsereuni Besuch von Peter-Ulrich Merz-Benz, Professor an den Instituten für Soziologie und Philosophie an der Universität Zürich. Er wird unter dem Titel „Braucht es soziologische Bildung?“ über den Stand der Soziologie an der Uni Zürich sprechen. Damit ist die Diskussion eröffnet zur Entwicklung von Inhalten und Methoden am Institut, einerseits; Auswirkungen auf die Lehre im Zusammenhang mit der Reformierung der Hochschulen andererseits; und nicht zuletzt der Bewertung dieser beiden Aspekte in Perspektive auf die Idee von Soziologie als selbstbewusster, reflexiver und emanzipatorischer Praxis. Diskussion bis mindestens 18.30 Uhr, danach entweder Plenum im Theorieraum oder Weiterdenken bei Kaffe und Vodka in unserer DenkBar.
Bildung ist keine Ware – Grossdemo in Zürich – 12.12. um 14 Uhr
Besammlung beim Landesmuseum (Zürich)
UNSEREUNI Zürich präsentiert im Anschluss an die Demo
Tanzvergnügen vor der Uni mit der Band: Ben’s Odd Eye as a Pin(E)?
Infos: http://www.unsereunizh.ch
Veranstaltungen
im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Donnerstag, 26. November 2009
14:00 – Konsensfindung konret
Diskussion mit Inputs von der Agentuer Vagant.
16:15 – Leistungsprinzip an der Universität
von Holger Schatz, Soziologe, Redaktor «denknetz».
18:15 – PROF. PETER RADELFINGER:
«DISKRETE KUNST DES WIDERSTANDS»
Peter Radelfinger ist Künstler und Professor an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
20:15 – Offenes Plenum
Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof. Lunchkino.
Weitere Infos: www.unsereunizh.ch
Um unsere Forderungen in die Öffentlichkeit zu bringen und auf die vom Kantonsrat beschlossene Verdoppelung der Studiengebühren aufmerksam zu machen, veranstalten die Besetzer_innen der Uni Zürich morgen ab 12 Uhr vor der Universität Zürich eine VoKü (Volxküche), Infostände und Aktionen.
Da im momentanen Bildungssystem die Chancen ungerecht verteilt sind, wird auch das Tagesgericht „Spaghetti Bologna“ nicht einfach nur ausgeteilt. „Spaghetti Bologna“ gilt als Anlehnung an die EU-Bildungsreform von Bologna, dessen mangelhafte Umsetzung Hauptkritikpunkt der Studierenden ist.
So wie der Hochschulzugang derzeit durch die finanzielle Hürde der Studiengebühren geregelt ist und für viele deswegen nicht in Frage kommt, werden auch die Spaghetti Bologna nur gegen das Ziehen von Losen ausgegeben, jeder darf gerne herausfinden, ob er oder sie das Glück reicher Eltern hat!
Außerdem wollen die Besetzer_innen herausfinden, was passiert, wenn man Konsequenzen des aktuellen Lernverhaltens zu Ende denkt. Dem von Soziologen Kurt Imhof betitelten „Bulimie-Lernen: Reinfuttern, rauskotzen, vergessen“ fehlt die kritische Auseinandersetzung und das selbstbestimmte Lernen. Was passiert, wenn man die so geschaffenen „Bildungszombies“ auf die Gesellschaft loslässt?
Hinkommen und Herausfinden,
Donnerstag, 26. November ab 12 Uhr vor dem Haupteingang der Universität Zürich
Veranstaltungen
im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Mittwoch, 25. November 2009
14:00 – Kritische Theorie – heute noch aktuell
Mit Dr. Johannes Gruber, Soziologe und Lehrbeauftragter am Institut für Soziologie, Universität Basel, Redaktor der Zeitschrift „Bildungspolitik“ des vpod
16:15 – «Bologna» als Halbbildung. Eine Kritik mit Adorno
von Kurt Wyss, Soziologe aus Zürich
18:15 – Offenes Plenum
20:15 – PROF. DR. UELI MÄDER: Wie Reiche denken und lenken
Ueli Mäder ist Professor für Soziologie an der Universität Basel
Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof. Ab 21:30 Kurzfilme. Lunchkino.
Weitere Infos: www.unsereunizh.ch
Lieber Herr Rektor Fischer, liebe Angehörige der Universität Zürich, liebe Interessierte.
Seit dem weltweiten Aktionstag am Dienstag, den 17.11.2009 halten wir den Hörsaal KOH-B-10 im
Hauptgebäude der Uni besetzt. Mit dieser Aktion wollen wir die längst überfällige Diskussion um
die gesellschaftliche Rolle der Bildung, die Privatisierung der Universitäten und die immer schärfe-
re soziale Selektion beim Zugang zur Hochschulbildung in Gang bringen. In Kürze werden wir ein
umfangreiches Positionspapier veröffentlichen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Gestern Montag hat Rektor Fischer an unserem Plenum mit ca. 400 Personen teilgenommen. Wir
führten unsere am Freitag begonnene Diskussion fort. Insbesondere drückten wir unseren Unmut
über den geplanten Bildungsabbau, die schikanösen Studienbedingungen und die schleichende Pri-
vatisierung der Universitäten aus. Wir baten Herrn Fischer, sich für diese studentischen Anliegen
einzusetzen. Herr Fischer indessen entgegnete auf praktisch alle Kritikpunkte und Argumente ledig-
lich, er könne bei den angesprochenen Problemen nichts unternehmen, da sie nicht in seine Zustän-
digkeit fielen. Gewiss ist Herr Fischer nicht in der Position, die Dinge einfach so zum Besseren zu
wenden. Wir meinen aber, sein Posten verleihe seinem Wort in bildungspolitischen Debatten ein
sehr grosses Gewicht. Wenn er sich beispielsweise prominent gegen den geplanten Bildungsabbau
äussern würde, bliebe eine Wirkung bestimmt nicht aus. Wenn er also jede Verantwortung von sich
weist, signalisiert er damit deutlich, dass er gar nicht bereit ist, uns bei unseren Anliegen in irgend-
einer Form zu unterstützen. Damit verpasst er die Chance, sich für eine Bewegung einzusetzen, die
sich dafür engagiert, dem gesellschaftlichen Auftrag an die Bildung Rechnung zu tragen und die
Hochschulbildung vor dem Zugriff von ökonomischen Partikularinteressen zu schützen. Selbstver-
ständlich hat Herr Fischer noch immer die Möglichkeit, diese Chance und damit seine bildungspoli-
tische Verantwortung wahrzunehmen. Wir schlagen daher vor, dass Herr Fischer gemeinsam mit
uns einen offenen Brief an den Kantonsrat unterzeichnet, in dem wir uns gegen das geplante Spar-
paket einsetzen. Zusätzlich wäre es möglich, dass Herr Fischer uns bei einem Gespräch mit den
Umsetzungsverantwortlichen für die Bolognareform in allen Fakultäten unterstützt. Bei denjenigen
Fragen, die klar nicht in der Kompetenz des Rektors sind, könnte er dank seiner einflussreichen Po-
sition bestimmt Gespräche mit den verantwortlichen Personen vermitteln, beispielsweise mit der
Bildungsdirektorin Regine Aeppli oder mit der Vorsteherin der kantonalen Finanzdirektion, Ursula
Gut.
Auf jeden Fall aber ist der Sache in keiner Weise gedient, wenn wir auf das rein logistische Angebot
des Rektors eingehen und den kleinen, barackenähnlichen Raum abseits allen politischen Gesche-
hens beziehen. Unser Problem ist nicht in erster Linie, dass wir nicht genügend Raum haben, um
über unsere Anliegen zu diskutieren. Unser Problem ist, dass wir die unabhängige und kritische
Lehre und Forschung in Gefahr sehen und eine immer weiter sich verschärfende Elitarisierung der
Hochschulen befürchten. Diese Probleme müssen dringend auf breiter akademischer und gesell-
schaftlicher Basis diskutiert werden. In dem kleinen Räumlein, das Herr Fischer uns anbietet, kön-
nen wir dazu nichts beitragen.
Selbstverständlich sind wir in einer längerfristigen Perspektive durchaus an einem Raum interes-
siert, der durchgängig für studentische Initiativen zur Verfügung steht. Ein solcher Raum müsste
aber für Plenumsdiskussionen geeignet sein und daher mehr Platz bieten als der vorgeschlagene
Raum. Wir geben zu bedenken, dass an unseren Plena bisweilen mehrere hundert Personen teilneh-
men. Wenn nun aber diese Kampagne allein auf der logistischen Ebene verhandelt wird, droht ihr
politischer Gehalt marginalisiert zu werden. Daher muss zuerst eine politische und inhaltliche Zu-
sammenarbeit im obigen Sinne diskutiert werden, bevor wir auf Raumangebote eingehen können.
Wir freuen uns auf eine fruchtbare Weiterführung der Diskussionen.
Freundliche Grüsse
Unsereuni
Unter folgendem Link ist das Gespräche mit dem Rektor online: