Übersicht über die Bilungsproteste im Jahr 2009

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Lisa @ 24. Januar 2010

Auf der Seite des “International Student Movement” findet ihr eine Auflistung der weltweiten Bildungsproteste, die alle in Verbindung mit den “neoliberalen Reformen” im öffentlichen Bildungssystem stehen. Hunderte von Aktionen in 51 Ländern über 5 Kontinente verteilt, wurden allein im Jahr 2009 gezählt.

Die Wurzel der Probleme ist überall dieselbe: Es ist ein und derselbe Kampf. Es ist unser Kampf! Zeit sich zusammen zu tun. Weltweit. Dazu kann das “International Student Movement” als Austausch-, Informations-, und Vernetezungsplattform dienen und die Proteste global koordinieren.

Aktion zur Rektorenkonferenz

Filed under: Bern,Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 22. Januar 2010

Link zum Video der Rektorenkonferenz:

http://www.plebstv.com/a/aa06f36e01/Bildungsdemo_waehrend_der_RektorenkonferenzCRUZ_in_Bern

Am 21. Januar fand die Rektorenkonferenz (nein, es hat keine Rektorinnen) CRUS in Bern statt. Die CRUS ist ein Gremium, das bei wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen über Einfluss verfügt, jedoch weder demokratisch legitimiert noch offen ist für Mittelbau und Studierende.

Federführend wirkte die CRUS vor allem bei der Umsetzung der Bologna-Reform, die aus Bildung eine markttaugliche Ware gemacht hat.

Neben der Umsetzung der Bologna-Reform beschäftigt sich die CRUS hauptsächlich mit hochschulpolitischer Lobbyarbeit. Statt sich kritisch mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Bildung für alle zu fordern, reiht sich die CRUS in den Sprechchor der dominanten Wirtschaftsdiskurse ein: In Stellungsnahmen fordert sie mehr Autonomie für die Universitäten und stärkere Konkurrenz zwischen diesen. Hinter der Forderung nach Autonomie steckt die Vorstellung, dass Universitäten wie private Unternehmen geführt werden sollen, d.h. die Rektoren sollen ohne demokratische Mitsprache der Universitätsangehörigen frei über Zielsetzungen, Finanzen, Personal, Organisation und Sachmittel der Universitäten bestimmen dürfen.

Die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den Universitäten zeigt, wie ernst ihnen die Ökonomisierung der Bildung ist. Wettbewerb zwischen Hochschulen führt zu Eliteuniversitten, ungleichen Bildungsmöglichkeiten und zum Verschwinden unrentabler – aber wertvoller – Studienbereiche.

Studierende der Universitäten Bern, Lausanne, Basel und Zürich versammelten sich deshalb am 21.1. in Bern zu kreativem Protest gegen die CRUS. Das blinde Jagen nach ECTS-Punkten und die Verschulung der Uni wurden ebenso in einem Theater dargestellt wie “Bologna. Drama in vier Akten”. Während der Kundgebung konnten wir mit zwei Rektoren zu der CRUS und der Räumung der Uni Zürich sprechen.

Audimax Wien polizeilich geräumt, Bildungsbewegung geht weiter.

Filed under: Weitere — Lisa @ 21. Dezember 2009

Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.

Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das
Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf
Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von
der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für
das Finden einer politischen Lösung.

Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der
Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen
herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu
finden.

Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die
Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz
abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.

Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen
würde.

Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener
“unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten
zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die
Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.

Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.

Das Audimax Wien ist überall!

Rückfragehinweis:
AG Presse
0699/192 033 71
presse.uniwien@unsereuni.at
Homepage: http://unsereuni.at

Filed under: Basel,Weitere,Zürich — Schlagwörter: — Lisa @ 11. Dezember 2009

Bildung ist keine Ware – Grossdemo in Zürich – 12.12. um 14 Uhr

Besammlung beim Landesmuseum (Zürich)

UNSEREUNI Zürich präsentiert im Anschluss an die Demo
Tanzvergnügen vor der Uni mit der Band: Ben’s Odd Eye as a Pin(E)?

Infos: http://www.unsereunizh.ch

International Plenum for Better Education (IPBE) vom 27.-29.11. in München

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Sven @ 27. November 2009

An die Plena der besetzten Unis! nach über vier Monaten des ständigen Protests und der andauernden Besetzung von Universitäten in ganz Europa ist es nun an der Zeit, dass die Studierenden ihre Stimme gemeinsam erheben!

Dazu veranstalten die BesetzerInnen in München in Zusammenarbeit mit den BesetzerInnen aus Wien dieses Wochenende in München den “International Plenum for Better Education”!

Kommt alle und lasst uns unsere Stimme gemeinsam erheben, um den Protest auf eine neue, von keinem zu überhören- oder sehende Ebende zu heben!

Students of the world – unite!

Es dankt,
die AG International München der Besetzten Unis in Wien und München

IPDE_Invitation

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf!

Filed under: Basel,Weitere — Schlagwörter: — Lisa @ 25. November 2009

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf

Vom 30.11.-2.12.09 findet in Genf die Minister-Konferenz der WTO statt. Gegen diesen Gipfel mobilisieren verschiedene Bündnisse international zur Grossdemo am Samstag 28.11.09 – 14Uhr, Place de Neuve, Genf. Gründe, als StudentInnen an diesem Protest teilzunehmen gibt es genug.

Was hat die freie Bildung, für welche wir kämpfen, gemeinsam mit der Trinkwasserversorgung in Ägypten? Was mit der Schliessung des Gemeinde-Spitals Riehen? Wie hängt Unsere Uni zusammen mit der Swisscom, der Post oder dem S-Bahn-Chaos in Berlin?

Gemeinsam ist diesen zufälligen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens, dass sie im Fokus der PrivatisiererInnen stehen oder diesen bereits zum Opfer fielen.

Gegen die WTO…

  1. Liberalisieren – dies bedeutet, den öffentlichen Sektor für den Markt öffnen.

  2. Ökonomisieren – Effizienzsteigerung auf Kosten der Angestellten und KonsumentInnen.

  3. Privatisieren – Auslagerung der Gewinne an Private.

  4. Resozialisieren – Abwälzung der Kosten auf die Allgemeinheit, sobald die Gewinne stagnieren.

Das Konzept ist ebenso verbrecherisch wie einfach. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung auf globaler Ebene etwas komplizierter. Die oft an nationale Interessen gebundenen Unternehmen kämpfen um Gewinnmaximierung auf Kosten der anderen, um die begrenzten Geldtöpfe und Einflusssphären. Diese sich konkurrierenden Ansprüche möglichst einvernehmlich zu regeln, ist die wesentliche Aufgabe der Welthandels-Organisation WTO mit ihrem Sitz in Genf. Dass die WTO an dieser Aufgabe scheitert und scheitern muss, zeigt sich am Stagnieren der Doha-Runde seit acht Jahren und nicht zuletzt auch an der weltweit zunehmenden Kriegstendenz.

…und ihr GATS…

Wenn auch die WTO in vielen ihrer Kernbereiche ziemlich handlungsunfähig ist, so dürfen wir sie doch nicht unterschätzen. Gerade im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen und darin der Bildung, ist die Wirkung der ständigen WTO-Appelle nach mehr Liberalisierung und Privatinvestitionen nicht zu übersehen. Zur Durchsetzung und Absicherung dieser Marktöffnung wurde 1993 ein eigenes Vertragswerk geschaffen, das GATS (General Agreement on Trade in Services), dessen Zweck nach Eigenangaben die „fortschreitende Liberalisierung“ sämtlicher Servicebereiche ist.

Zwar gilt dieses auch von der Schweiz unterzeichnete Abkommen hier noch nicht für die öffentliche Bildung. Zahlreiche Reformen der letzten zehn Jahre – so der Bologna-Vertrag – sind jedoch als Vorbereitungsschritte dahin zu verstehen. Und wem dies nützen soll, stellt die EU-Kommission unmissverständlich klar: “Das GATS ist nicht einfach etwas, was zwischen den Regierungen existiert. Es ist vor allem ein Instrument zum Wohle der Unternehmen.” Zu holen gibt es einiges: Allein der Weltmarkt für Bildung wird auf zwei Billionen US-Dollar geschätzt.

…unser Widerstand!

Schliessen wir uns also am Samstag dem Widerstand gegen die WTO an. Verbinden wir unseren Kampf mit den ArbeiterInnen, die dort gegen die Angriffe der WTO auf die Arbeitsgesetze protestieren. Und mit dem Kampf der BäuerInnen gegen die Agrar-Freihandelsabkommen der WTO. Und mit jenem der MigrantInnen aus dem Trikont gegen die gezielte Verarmung ihrer Herkunftsländer durch die WTO.

Setzen wir uns gemeinsam mit allen Menschen, die genug haben von Konkurrenz und Verwertungslogik, für eine Welt ein, die sich an Solidarität und unseren Bedürfnissen orientiert!

Auf nach Genf!

Für Bildung nach unseren Interessen!

Offener Brief an Rektor Fischer

Filed under: Weitere,Zürich — Schlagwörter: — Zuerich @ 24. November 2009

 

Lieber Herr Rektor Fischer, liebe Angehörige der Universität Zürich, liebe Interessierte. 

 

Seit dem weltweiten Aktionstag am Dienstag, den 17.11.2009 halten wir den Hörsaal KOH-B-10 im 

Hauptgebäude der Uni besetzt. Mit dieser Aktion wollen wir die längst überfällige Diskussion um 

die gesellschaftliche Rolle der Bildung, die Privatisierung der Universitäten und die immer schärfe- 

re soziale Selektion beim Zugang zur Hochschulbildung in Gang bringen. In Kürze werden wir ein 

umfangreiches Positionspapier veröffentlichen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.  

Gestern Montag hat Rektor Fischer an unserem Plenum mit ca. 400 Personen teilgenommen. Wir 

führten unsere am Freitag begonnene Diskussion fort. Insbesondere drückten wir unseren Unmut 

über den geplanten Bildungsabbau, die schikanösen Studienbedingungen und die schleichende Pri- 

vatisierung der Universitäten aus. Wir baten Herrn Fischer, sich für diese studentischen Anliegen 

einzusetzen. Herr Fischer indessen entgegnete auf praktisch alle Kritikpunkte und Argumente ledig- 

lich, er könne bei den angesprochenen Problemen nichts unternehmen, da sie nicht in seine Zustän- 

digkeit fielen. Gewiss ist Herr Fischer nicht in der Position, die Dinge einfach so zum Besseren zu 

wenden. Wir meinen aber, sein Posten verleihe seinem Wort in bildungspolitischen Debatten ein 

sehr grosses Gewicht. Wenn er sich beispielsweise prominent gegen den geplanten Bildungsabbau 

äussern würde, bliebe eine Wirkung bestimmt nicht aus. Wenn er also jede Verantwortung von sich 

weist, signalisiert er damit deutlich, dass er gar nicht bereit ist, uns bei unseren Anliegen in irgend- 

einer Form zu unterstützen. Damit verpasst er die Chance, sich für eine Bewegung einzusetzen, die 

sich dafür engagiert, dem gesellschaftlichen Auftrag an die Bildung Rechnung zu tragen und die 

Hochschulbildung vor dem Zugriff von ökonomischen Partikularinteressen zu schützen. Selbstver- 

ständlich hat Herr Fischer noch immer die Möglichkeit, diese Chance und damit seine bildungspoli- 

tische Verantwortung wahrzunehmen. Wir schlagen daher vor, dass Herr Fischer gemeinsam mit 

 

uns einen offenen Brief an den Kantonsrat unterzeichnet, in dem wir uns gegen das geplante Spar- 

paket einsetzen. Zusätzlich wäre es möglich, dass Herr Fischer uns bei einem Gespräch mit den 

Umsetzungsverantwortlichen für die Bolognareform in allen Fakultäten unterstützt. Bei denjenigen 

Fragen, die klar nicht in der Kompetenz des Rektors sind, könnte er dank seiner einflussreichen Po- 

sition bestimmt Gespräche mit den verantwortlichen Personen vermitteln, beispielsweise mit der 

Bildungsdirektorin Regine Aeppli oder mit der Vorsteherin der kantonalen Finanzdirektion, Ursula 

Gut. 

Auf jeden Fall aber ist der Sache in keiner Weise gedient, wenn wir auf das rein logistische Angebot 

des Rektors eingehen und den kleinen, barackenähnlichen Raum abseits allen politischen Gesche- 

hens beziehen. Unser Problem ist nicht in erster Linie, dass wir nicht genügend Raum haben, um 

über unsere Anliegen zu diskutieren. Unser Problem ist, dass wir die unabhängige und kritische 

Lehre und Forschung in Gefahr sehen und eine immer weiter sich verschärfende Elitarisierung der 

Hochschulen befürchten. Diese Probleme müssen dringend auf breiter akademischer und gesell- 

schaftlicher Basis diskutiert werden. In dem kleinen Räumlein, das Herr Fischer uns anbietet, kön- 

nen wir dazu nichts beitragen. 

Selbstverständlich sind wir in einer längerfristigen Perspektive durchaus an einem Raum interes- 

siert, der durchgängig für studentische Initiativen zur Verfügung steht. Ein solcher Raum müsste 

aber für Plenumsdiskussionen geeignet sein und daher mehr Platz bieten als der vorgeschlagene 

Raum. Wir geben zu bedenken, dass an unseren Plena bisweilen mehrere hundert Personen teilneh- 

men. Wenn nun aber diese Kampagne allein auf der logistischen Ebene verhandelt wird, droht ihr 

politischer Gehalt marginalisiert zu werden. Daher muss zuerst eine politische und inhaltliche Zu- 

sammenarbeit im obigen Sinne diskutiert werden, bevor wir auf Raumangebote eingehen können.  

Wir freuen uns auf eine fruchtbare Weiterführung der Diskussionen. 

 

Freundliche Grüsse 

Unsereuni 

Solidarität und Auszug aus der Aula

Filed under: Bern,Weitere — Schlagwörter: — Bern @

Wir sind GELB vor Wut! Du auch?

Seit einer Woche findet in der besetzten Aula der Universität Bern „Universität im besten Sinn“ statt (dixit Karlheinz Töchterle, Rektor der Universität Innsbruck zur Besetzung ‘seiner’ Aula). Unser Rektor hat es im Gegensatz zu seinem besonnenen Innsbrucker Amtskollegen aber vorgezogen, einen andern Weg zu gehen: Er hat unsere Einladung zu einer Podiumsdiskussion mit dem Erziehungsdirektor Pulver, VertreterInnen der SUB, von Mittelbau und Professorenschaft, die morgen hätte stattfinden sollen, ausgeschlagen. Stattdessen hat er uns ultimativ zum Verlassen der Aula aufgefordert, ohne sich bereit zu erklären, zuvor offen mit den Studierenden zu diskutieren.

Diese Haltung nimmt das Rektorat nicht zuletzt deshalb ein, weil es meint, mit nichts als einem kleinen Haufen chaotischer Studierender konfrontiert zu sein. Dies stimmt aber nicht: Viele Studierende begrüssen die Besetzung und teilen unsere Anliegen. Deshalb rufen wir euch dazu auf, in den kommenden Tagen eure Solidarität zum Ausdruck zu bringen, indem ihr die Farbe GELB, die Farbe unserer Wut, aus euren WG-Zimmern auf die Strasse und in die Vorlesungsräume tragt.

Tragt einen gelben Pulli, gelbe Socken oder gelb gefärbte Haare. Schmückt euer Fahrrad mit einem gelben Fähnchen (in der Aula beziehbar) oder Ballon! Kommt in die Aula und schnappt euch ein gelbes Soli-Bändeli fürs Handgelenk oder kreiert eigenhändig euren gelben Soli-Button!

Eure Solidarität ist umso wichtiger, weil wir uns entschieden haben, am Mittwoch um 18:00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von SUB, Mittelbau und Professoren durchzuführen (zu der Rektor Würgler und Erziehungsdirektor Pulver weiterhin eingeladen sind) und daraufhin die Aula zu verlassen. Wir laden euch alle herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Sie soll nicht nur Abschluss dieser Besetzung, sondern auch Ausgangspunkt für weiteres Engagement sein. Wir werden in den vom Rektorat versprochenen Räumen langfristig unsere Arbeit für eine offene, freie und demokratische Universität fortsetzen.

Also: Tragt alle das solidarische GELB und erscheint am Mittwoch um 18:15 zahlreich zur Podiumsdiskussion in der besetzen Aula!

Übersichtswebseite für Zürcher Protest

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Zuerich @ 23. November 2009

Um einen Überblick über alle Informationsmöglichkeiten (Facebook, Twitter, Livestream…) über den Zürcher Protest zu geben, haben wir eine Überblickswebseite kreiert:
www.unsereunizh.ch

Natürlich wird auch diese Seite weiterhin aktualisiert.

Stellungnahme zu Bologna von Prof Norbert A’Campo, Professor für Mathematik in Basel

Filed under: Weitere — Bern @

Es ist nicht die Umsetzung von Bologna, an der es hapert.

Bologna greift ins Studium so ein, dass das eigentliche “Studieren” zu kurz kommt oder
ganz ausbleibt: Lehrveranstaltungen vermitteln Fakten, aber es ist im Bologna-System
nicht vorgesehen, dass die Studierenden sich diese Fakten zu eigen machen und selbst
reflektieren. Anstatt die Beitraege der verschiedenen Lehrveranstaltungen durch eigenes
“Studieren” zu einer  vielfaeltig verknuepften Gesamtheit zu verbinden, bleiben nur
vereinzelte Wissensbrocken uebrig, und diese Brocken haben keinen Bestand ueber eine
Zeitskala von zum Beispiel 4 Jahren hinaus. Also ist das Studium nicht nachhaltig und es
bleibt nur bitter wenig uebrig.

Die Bologna-Reform ist sehr teuer, sowohl gemessen in Geld als auch was den
buerokratischen Aufwand betrifft, und die Lebenszeit von Studenten und Studentinnen wird
vergeudet, anstatt sie optimal zu nutzen. Gesellschaftlich ist es eine Katastrophe.

Es ist noch immer moeglich zur bewaehrten Studienordnung mit Vordiplom und Diplom
zurueckzukehren. Das verursacht keine Kosten, fuehrt sogar zu Ersparnissen und wuerde
die Mathematik in Basel retten. Mit Bologna wird die Mathematik aus Basel verschwinden!

Viele Gruesse,
Norbert A’Campo

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