Aktionswoche 1. – 5. März

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 1. März 2010

Mit dem Beginn des neuen Semesters und kurz vor dem Bologna-Gipfel in Wien veranstaltet #unsereuni eine schweizweite Aktionswoche. Es gibt Workshops, Diskussionen, Plena, Essen, Theater, Infostände und Rück- & Ausblick an 4 verschiedenen Unis:

denkzettel #1

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 23. Februar 2010

Die erste Ausgabe unserer schweizweiten Studierendenzeitung denkzettel ist erschienen! Ihr findet sie im neuen Semester an eurer Uni und weiteren ausgewählten Orten in den beteiligten Städten Zürich, Lausanne, Bern und Basel.

Die französische Version findet ihr hier: indisciplinarité #1

Besetzung in Brighton Es geht weiter

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — basel @ 9. Februar 2010

Nein die Studenten Bewegung ist noch lange nicht zu Ende. Hat es erst angefangen? Hier eine Nachricht die uns von Brighton GB erreicht hat:

http://defendsussex.wordpress.com/2010/02/08/occupation-statement-1/

Occupation Statement 1

We have occupied the top floor of Bramber House, University of Sussex, Brighton. There are 106 of us.

The decision to occupy has been taken after weeks of concerted campaigning during which the university management have repeatedly failed to take away the threat of compulsory redundancies and course cuts.

We recognise that an attack on education workers is an attack on us.

The room we have occupied is not a lecture theatre but a conference centre. As such, we are not disrupting the education of our fellow students; rather, we are disrupting a key part of management’s strategy to run the university as a profitable business.

They’re occupying everywhere in waves across California, New York, Greece, Croatia, Germany and Austria and elsewhere – and not only in the universities. We send greetings of solidarity and cheerful grins to all those occupation movements and everyone else fighting the pay cuts, cuts in services and jobs which will multiply everywhere as bosses and states try and pull out of the crisis.

But we are the crisis.

Profitability mean nothing against the livelihoods destroyed, lost homes, austerity measures, green or otherwise. We just heard we’ve increased ‘operational costs’ – they’d set out the building for a meeting and now they’ll have to do it again

We’ll show them “operational costs.”

Occupy again and again and again.

NO CUTS ANYWHERE.

THE UNIVERSITY IS A FACTORY. STRIKE. OCCUPY.

-All the occupiers of the 8th of February.

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Unsere besten Wünsche und viel Kraft nach Brighton!
Sie haben ein globales Bildungssystem geschaffen, nun ernten sie globalen Widerstand!

Bologna-Gipfel 11. – 12. März in Wien!

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 1. Februar 2010

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.

Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.

Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.

Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit Demonstrationen, Streik und Blockaden “empfangen”, auf einem Gegengipfel die europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der internationalen Bildungsproteste vorantreiben.

Komm, beteilige dich! Versauen wir gemeinsam die Feierlichkeiten! Keine Party ohne uns!

bolognaburns.org

Übersicht über die Bilungsproteste im Jahr 2009

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Lisa @ 24. Januar 2010

Auf der Seite des “International Student Movement” findet ihr eine Auflistung der weltweiten Bildungsproteste, die alle in Verbindung mit den “neoliberalen Reformen” im öffentlichen Bildungssystem stehen. Hunderte von Aktionen in 51 Ländern über 5 Kontinente verteilt, wurden allein im Jahr 2009 gezählt.

Die Wurzel der Probleme ist überall dieselbe: Es ist ein und derselbe Kampf. Es ist unser Kampf! Zeit sich zusammen zu tun. Weltweit. Dazu kann das “International Student Movement” als Austausch-, Informations-, und Vernetezungsplattform dienen und die Proteste global koordinieren.

Aktion zur Rektorenkonferenz

Abgelegt unter: Bern, Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 22. Januar 2010

Link zum Video der Rektorenkonferenz:

http://www.plebstv.com/a/aa06f36e01/Bildungsdemo_waehrend_der_RektorenkonferenzCRUZ_in_Bern

Am 21. Januar fand die Rektorenkonferenz (nein, es hat keine Rektorinnen) CRUS in Bern statt. Die CRUS ist ein Gremium, das bei wichtigen hochschulpolitischen Entscheidungen über Einfluss verfügt, jedoch weder demokratisch legitimiert noch offen ist für Mittelbau und Studierende.

Federführend wirkte die CRUS vor allem bei der Umsetzung der Bologna-Reform, die aus Bildung eine markttaugliche Ware gemacht hat.

Neben der Umsetzung der Bologna-Reform beschäftigt sich die CRUS hauptsächlich mit hochschulpolitischer Lobbyarbeit. Statt sich kritisch mit den aktuellen Entwicklungen auseinanderzusetzen und Bildung für alle zu fordern, reiht sich die CRUS in den Sprechchor der dominanten Wirtschaftsdiskurse ein: In Stellungsnahmen fordert sie mehr Autonomie für die Universitäten und stärkere Konkurrenz zwischen diesen. Hinter der Forderung nach Autonomie steckt die Vorstellung, dass Universitäten wie private Unternehmen geführt werden sollen, d.h. die Rektoren sollen ohne demokratische Mitsprache der Universitätsangehörigen frei über Zielsetzungen, Finanzen, Personal, Organisation und Sachmittel der Universitäten bestimmen dürfen.

Die Forderung nach mehr Wettbewerb zwischen den Universitäten zeigt, wie ernst ihnen die Ökonomisierung der Bildung ist. Wettbewerb zwischen Hochschulen führt zu Eliteuniversitten, ungleichen Bildungsmöglichkeiten und zum Verschwinden unrentabler – aber wertvoller – Studienbereiche.

Studierende der Universitäten Bern, Lausanne, Basel und Zürich versammelten sich deshalb am 21.1. in Bern zu kreativem Protest gegen die CRUS. Das blinde Jagen nach ECTS-Punkten und die Verschulung der Uni wurden ebenso in einem Theater dargestellt wie “Bologna. Drama in vier Akten”. Während der Kundgebung konnten wir mit zwei Rektoren zu der CRUS und der Räumung der Uni Zürich sprechen.

Audimax Wien polizeilich geräumt, Bildungsbewegung geht weiter.

Abgelegt unter: Weitere — Lisa @ 21. Dezember 2009

Wien 21. Dezember: Während andere Universitäten politische Lösungen finden, lässt das Rektorat der Universität Wien räumen. Versorgung der Obdachlosen nicht sichergestellt.

Obwohl eine politische Lösung in Reichweite war, ließ das Rektorat das
Audimax heute Morgen von der Polizei räumen. Etwa 150 Personen verließen auf
Aufforderung friedlich das Gebäude. Die BesetzerInnen sind enttäuscht von
der Vorgehensweise des Rektorats, sie verurteilen Räumungen als Ersatz für
das Finden einer politischen Lösung.

Heute Abend hätten im Plenum die Bedingungen für eine Einigung mit der
Universität beschlossen werden sollen. Von Seiten der BesetzerInnen
herrschte eine große Bereitschaft noch vor Weihnachten eine Lösung zu
finden.

Auch die Wiener Obdachlosenorganisationen fühlen sich übergangen. Die
Vorbereitungen für die Versorgung der Obdachlosen waren noch nicht ganz
abgeschlossen. Rund 100 Obdachlose stehen nun ein paar Tage vor Weihnachten auf der Straße. “Diese Menschen wurden heute mutwillig in die Kälte geschickt”, kritisiert Markus Reiter, Geschäftsführer des Neunerhauses.

Besonders unverständlich ist der Zeitpunkt der Räumung. Verglichen mit den letzten Wochen hat sich die Sicherheitslage nicht wesentlich verändert. Es gab keine akute Verschlechterung, die die heutige Räumung rechtfertigen
würde.

Die Bildungsproteste gehen jedenfalls weiter! Die Wiener
“unsereuni”-Bewegung hat ihr Zentrum in den noch immer besetzten
zweitgrößten Hörsaal der Universität Wien (C1, AAKH) verlagert und die
Arbeit sofort fortgesetzt. Um 13 Uhr und 19 Uhr finden dort Plena statt.

Die Audimax-Besetzung hat eine Bildungsbewegung losgetreten, die weit über die Besetzung hinausgeht. Über 30.000 Studierende sind über das Internet vernetzt, über 100 Arbeitsgruppen engagieren sich weiterhin, kreative Straßenaktionen, Proteste und Besetzungen an über 80 Universitäten in Europa gehen weiter.

Das Audimax Wien ist überall!

Rückfragehinweis:
AG Presse
0699/192 033 71
presse.uniwien@unsereuni.at
Homepage: http://unsereuni.at

Abgelegt unter: Basel, Weitere, Zürich — Schlagwörter: — Lisa @ 11. Dezember 2009

Bildung ist keine Ware – Grossdemo in Zürich – 12.12. um 14 Uhr

Besammlung beim Landesmuseum (Zürich)

UNSEREUNI Zürich präsentiert im Anschluss an die Demo
Tanzvergnügen vor der Uni mit der Band: Ben’s Odd Eye as a Pin(E)?

Infos: http://www.unsereunizh.ch

International Plenum for Better Education (IPBE) vom 27.-29.11. in München

Abgelegt unter: Weitere — Schlagwörter: — Sven @ 27. November 2009

An die Plena der besetzten Unis! nach über vier Monaten des ständigen Protests und der andauernden Besetzung von Universitäten in ganz Europa ist es nun an der Zeit, dass die Studierenden ihre Stimme gemeinsam erheben!

Dazu veranstalten die BesetzerInnen in München in Zusammenarbeit mit den BesetzerInnen aus Wien dieses Wochenende in München den “International Plenum for Better Education”!

Kommt alle und lasst uns unsere Stimme gemeinsam erheben, um den Protest auf eine neue, von keinem zu überhören- oder sehende Ebende zu heben!

Students of the world – unite!

Es dankt,
die AG International München der Besetzten Unis in Wien und München

IPDE_Invitation

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf!

Abgelegt unter: Basel, Weitere — Schlagwörter: — Lisa @ 25. November 2009

StudentInnen: Heraus zur Anti-WTO Demo in Genf

Vom 30.11.-2.12.09 findet in Genf die Minister-Konferenz der WTO statt. Gegen diesen Gipfel mobilisieren verschiedene Bündnisse international zur Grossdemo am Samstag 28.11.09 – 14Uhr, Place de Neuve, Genf. Gründe, als StudentInnen an diesem Protest teilzunehmen gibt es genug.

Was hat die freie Bildung, für welche wir kämpfen, gemeinsam mit der Trinkwasserversorgung in Ägypten? Was mit der Schliessung des Gemeinde-Spitals Riehen? Wie hängt Unsere Uni zusammen mit der Swisscom, der Post oder dem S-Bahn-Chaos in Berlin?

Gemeinsam ist diesen zufälligen Beispielen aus verschiedenen Bereichen des täglichen Lebens, dass sie im Fokus der PrivatisiererInnen stehen oder diesen bereits zum Opfer fielen.

Gegen die WTO…

  1. Liberalisieren – dies bedeutet, den öffentlichen Sektor für den Markt öffnen.

  2. Ökonomisieren – Effizienzsteigerung auf Kosten der Angestellten und KonsumentInnen.

  3. Privatisieren – Auslagerung der Gewinne an Private.

  4. Resozialisieren – Abwälzung der Kosten auf die Allgemeinheit, sobald die Gewinne stagnieren.

Das Konzept ist ebenso verbrecherisch wie einfach. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung auf globaler Ebene etwas komplizierter. Die oft an nationale Interessen gebundenen Unternehmen kämpfen um Gewinnmaximierung auf Kosten der anderen, um die begrenzten Geldtöpfe und Einflusssphären. Diese sich konkurrierenden Ansprüche möglichst einvernehmlich zu regeln, ist die wesentliche Aufgabe der Welthandels-Organisation WTO mit ihrem Sitz in Genf. Dass die WTO an dieser Aufgabe scheitert und scheitern muss, zeigt sich am Stagnieren der Doha-Runde seit acht Jahren und nicht zuletzt auch an der weltweit zunehmenden Kriegstendenz.

…und ihr GATS…

Wenn auch die WTO in vielen ihrer Kernbereiche ziemlich handlungsunfähig ist, so dürfen wir sie doch nicht unterschätzen. Gerade im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen und darin der Bildung, ist die Wirkung der ständigen WTO-Appelle nach mehr Liberalisierung und Privatinvestitionen nicht zu übersehen. Zur Durchsetzung und Absicherung dieser Marktöffnung wurde 1993 ein eigenes Vertragswerk geschaffen, das GATS (General Agreement on Trade in Services), dessen Zweck nach Eigenangaben die „fortschreitende Liberalisierung“ sämtlicher Servicebereiche ist.

Zwar gilt dieses auch von der Schweiz unterzeichnete Abkommen hier noch nicht für die öffentliche Bildung. Zahlreiche Reformen der letzten zehn Jahre – so der Bologna-Vertrag – sind jedoch als Vorbereitungsschritte dahin zu verstehen. Und wem dies nützen soll, stellt die EU-Kommission unmissverständlich klar: “Das GATS ist nicht einfach etwas, was zwischen den Regierungen existiert. Es ist vor allem ein Instrument zum Wohle der Unternehmen.” Zu holen gibt es einiges: Allein der Weltmarkt für Bildung wird auf zwei Billionen US-Dollar geschätzt.

…unser Widerstand!

Schliessen wir uns also am Samstag dem Widerstand gegen die WTO an. Verbinden wir unseren Kampf mit den ArbeiterInnen, die dort gegen die Angriffe der WTO auf die Arbeitsgesetze protestieren. Und mit dem Kampf der BäuerInnen gegen die Agrar-Freihandelsabkommen der WTO. Und mit jenem der MigrantInnen aus dem Trikont gegen die gezielte Verarmung ihrer Herkunftsländer durch die WTO.

Setzen wir uns gemeinsam mit allen Menschen, die genug haben von Konkurrenz und Verwertungslogik, für eine Welt ein, die sich an Solidarität und unseren Bedürfnissen orientiert!

Auf nach Genf!

Für Bildung nach unseren Interessen!

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