Pressemitteilung BesetzerInnen Bern

Filed under: Bern,Weitere — Schlagwörter: — Bern @ 21. November 2009

Aula der Universität Bern, 21. November 2009


UnibeSETZT
Die Besetzung der Aula der Universität lebt, auch über das Wochenende

Seit fünf Tagen ist die Aula der Universität Bern besetzt. Entgegen der vorherrschenden öffentlichen Berichterstattung, welche die Besetzung als nicht legitim und chaotisch darzustellen versucht, finden hier täglich stark besuchte Plenarsitzungen, Infoveranstaltungen, Diskussionsrunden, Konzerte und gemeinsame Mahlzeiten statt. Was vor einer Woche spontan begann, ist heute eine lebendige, für alle offen stehende Plattform für kritisches Denken geworden.

Dieses Wochenende wird die Aula besetzt bleiben. Die Angebote des Rektorats, die Besetzung bis Montag in einen anderen Raum zu verlegen, wurden zur Kenntnis genommen. Eine Entscheidung hierzu liegt derzeit noch nicht vor. Hingegen werden das Rektorat und andere universitätspolitische EntscheidungsträgerInnen zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen. Diese soll zu Beginn der nächsten Woche im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung stattfinden.

Mit grosser Freude haben die Besetzenden festgestellt, dass die hier diskutierte Kritik an den wachsenden ökonomischen Zwängen im Bildungswesen von anderen Organisationen, Parteien und prominenten Einzelpersonen aufgegriffen wird (vgl. Anhänge). Das erste Ziel ist erreicht: es wurde hier in der Aula und in der Öffentlichkeit Raum geschaffen, um Missstände zu benennen und Lösungsansätze zu diskutieren.

Die Besetzerinnen und Besetzer der Aula der Universität Bern

Programm vom Samstag 21.11.09

Filed under: Bern,Weitere — Floelae @

12:00 Kurzkonzert ADAYA (Singersongwriter BE)
13:30 Mittagessen
14:30 Workshop zu Antisexismus&Gleichstellung
15:30 Vortrag “Open Space”

danach: AG’s treffen sich; Spielstunde :-)

17:00 Plenum
19:00 Abendessen
19:30 Plenum Fortsetzung
21:00 Abendprogramm: Kino&DISKO

Programm vom Freitag, 20.11

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 20. November 2009

7h30 Frühstück

09h00 AG’s

10h30 Plenum

12h30 Mittag

14h00 Workshops

  • Vortrag zu Open Source in öffentlichen Institutionen

  • Weitere! [Bitte melden]

15h00 AG’s

18h00 Liveübertragung aus der Uni ZH: Vortrag von Alex Demirovic zum Thema „”Die neoliberale Reorganisation der Hochschulen und die Perspektiven kritischer Wissenschaft”“

19h40 Nachtessen, anschliessend Plenum

22.h30 Abendprogramm

Programm Bern – 19.11.09

Filed under: Bern — Bern @ 19. November 2009

07:30-10:00 Frühstück
10:00 Diskussion zu Bologna mit Dozierenden
11:00- Plenum
12:30 Mittagessen, Plenum
15:00 AG-Treffen und Workshops
16:00 Workshop “Basisdemokratie und Direkte Aktion”
17:00 Plenum
20:30 Infoveranstaltung “WTO, Widerstand und Landwirtschaft”
21:30 Abendprogramm

Communiqué der BesetzerInnen der Uni Bern

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @

In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung werden alle Bereiche des Lebens zunehmend ökonomischen Zwängen ausgesetzt. Der Produktivitätsdruck zeigt sich vor allem in der Arbeitswelt. Die geplante Revision des Arbeitslosengesetztes ist ein aktuelles Beispiel dieses gesellschaftlichen Prozesses. Sie beinhaltet Zwang zu mehr Leistung unabhängig von Fähigkeiten und äusseren Bedingungen und führt den kontinuierlichen Sozialabbau fort. Unter dieser Entwicklung leiden auch unser Bildungssystem und wir Studierende.

Die Besetzenden der Aula der Uni Bern sind sich darin einig, dass der gegenwärtige Trend umgekehrt werden muss. Statt Ökonomisierung und Verschulung fordern wir eine freie Bildung und eine demokratische Uni. Veränderungen sind in verschiedenen Bereichen nötig, nicht nur in der Unigesetzgebung und deren Organisation, sondern auch im alltäglichen Unibetrieb.

Wir fordern freie Bildung für alle:

Erarbeitung von Teilzeitstudienplänen.

Stipendienrevision (gesamtschweizerische Harmonisierung, Erhöhung: Deckung der Lebenskosten).

Keine Zulassungsbeschränkungen, weder offen (wie der Numerus Clausus), noch versteckt.

Weniger Pflichtveranstaltungen -> Mehr Wahlmöglichkeiten.

Wir fordern eine demokratische Universität:

Paritätische Mitbestimmung von ALLEN auf ALLEN Ebenen (Studierende, aber auch Mittelbau/ Sekretariate/ Putzpersonal etc.)

Der Senat bleibt das oberste Organ der Universität.

Freier Informationsfluss (Keine Geheimhaltungspflicht von VertreterInnen gegenüber den von ihnen Vertretenen)

Transparenz bei der Geldverteilung an Fakultäten und Institute.

Öffentliche Stellenausschreibung und Transparenz bei der Stellenbesetzung auf allen Stufen

Wir kämpfen gegen die Ökonomisierung der Bildung:

Kein Unibeirat!

Keine Studienzeitbeschränkungen

Erhaltung und Ausbau der Diversität von Lehre und Forschung

Fairness bei der Geldverteilung an Fakultäten und Institute

Mehr öffentliche Mittel für die Bildung

Keine Fokussierung auf marktgerechte Ausbildung

Keine Ausrichtung auf Exzellenz

Reintegration der „geoutsourcten“ Teile der Uni (Putzpersonal, Mensen etc.)

Wir kämpfen gegen die Verschulung und daher für:

Klar kommunizierte Bewertungskriterien (Transparenz der Anforderungen, Bewertungen und detaillierte Rückmeldungen)

Grössere Mobilität zwischen Fakultäten, Unis in der Schweiz und weltweit

Freie Fächerkombination (Keine Pflichtmonofächer und Pflichtnebenfächer)

Abschaffung der Präsenzpflicht

Die durch die Besetzung der Aula geschaffene Plattform soll dazu dienen, die festgelegten Forderungen weiter zu diskutieren zu konkretisieren und umzusetzen. Wir laden alle Beteiligten ein, an der Diskussion über die Umsetzung dieser Punkte teilzunehmen.

SOLIDARITÄT MIT ALLEN STUDIERENDENPROTESTEN.

Tagesprogramm besetzte Uni Bern Mittwoch 18.11

Filed under: Bern — Bern @ 18. November 2009

Flyer Mittwoch 18.11

  • 10.00 Informationsveranstaltung (Unigesetz- und Arbeitslosengesetz-Revisionen), anschliessend Plenum
  • 12.00 Mittagessen
  • 13.00 Workshops
  • 16.00 Mexiko 1968 – Eine Zeitzeugin erzählt
  • 17.00 Workshops zu verschiedenen Themen
  • 18.00 Abendessen
  • 19.00 Plenum und anschliessendes Abendprogramm (u.a. Film)

Pressemitteilung der Jungen Alternative JA!

Filed under: Bern — Bern @

*JA! zur Unibesetzung in Bern und auf der ganzen Welt!*

Die Junge Alternative JA! unterstützt die Besetzung der Universität Bern.
Diese spontane Besetzung zeigt, dass die Toleranzschwelle der Studierenden
erreicht ist: Seit Jahren läuft an den Universitäten ein Prozess der
Ökonomisierung und der Verschulung – Abschaffung von nicht-rentablen
Studiengänge und Präsenzlisten für Veranstaltungen sind nur zwei Beispiele.
Diese Tendenz schlägt sich nun auch im Neuentwurf des Berner Unigesetzes
nieder. Zugangsbeschränkungen, die Schwächung der uniinternen Demokratie
sowie eine signifikanten Erhöhung der Prüfungsgebühren sind auch im Kanton
Bern geplant.
Die Junge Alternative JA! lehnt die Teilrevision des Universitätsgesetzes
UniG ab und solidarisiert sich mit den Forderungen der BesetzerInnen. Die
JA! fordert:

- Freie Bildung für alle
- Abschaffung der Studiengebühren
- Abschaffung der Präsenzpflicht
- Ermöglichung des Teilzeitstudiums
- Von der Wirtschaft unabhängige Universitäten
- Demokratische Strukturen in den Universitäten
- Mitbestimmung der Studierenden
- Gleichstellung von Mann und Frau
- Bessere Betreuungsverhältnisse in allen Studiengängen
- Überarbeitung des Bologna-Systems

Die Uni Bern ist besetzt

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @

Heute, am International Students Day, haben in Bern ungefähr 400 Studierende gegen die Ökonomisierung der Bildung demonstriert. Im Anschluss besetzten Studierende und Solidarische die Aula der Universität. Diese Besetzung ist Ausdruck der Wut und Unzufriedenheit über die Missstände im Bildungswesen

Aufgrund der sozialen, politischen und ökonomischen Prozesse und mit der darauf eingeführten Bolognareform hat sich das Studium grundlegend verändert. Die Bildung ist immer stärker ökonomischen Zwängen ausgesetzt: Nicht die Förderung des selbständigen, vernetzten und kritischen Denkens, sondern die marktgerechte Ausbildung von Arbeitskräften steht nun im Mittelpunkt. Beispiele für diese Tendenz sind in Bern die Abschaffung der Soziologie und Politikwissenschaften als eigenständige Studiengänge, Studienzeitbeschränkungen oder die geplante Einführung eines allgemeinen Numerus Clausus. Dies muss sich ändern!

Mit dieser Besetzung wurde eine Plattform geschaffen, um eine offene Diskussion über Forderungen zu führen. Alle, welche interessiert sind, einen konstruktiven Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten, sind eingeladen, sich zu beteiligen.

Die Aktion ist in einem internationalen Zusammenhang zu sehen. Überall in Europa besetzen Studierende ihre Universitäten. Die Protestwelle begann mit der Besetzung des Audimax in Wien; mittlerweile gibt es über 50 Universitäten, in welchen die Studierenden auf diese Weise ihre Unzufriedenheit kundtun.

FREIE BILDUNG STATT MARKTGERECHTE AUSBILDUNG – BILDUNG FÜR ALLE – SOLIDARITÄT MIT DEN PROTESTIERENDEN ALLER UNIVERSITÄTEN – DIE UNI FÜR ALLE

Soli–Erklärung aus Fribourg

Filed under: Bern — Bern @ 17. November 2009

Uni Fribourg, 17.11.2009
Heute, Dienstag Abend haben über 60 Personen an der Uni Fribourg aus aktuellem Anlass an einer Offenen Diskussion über das universitäre Bildungssystem teilgenommen. Während mehreren Stunden wurde engagiert über die Ökonomisierung des Bildungssystems, die Bolognareform, Chancengleichheit in der Bildung, Mitspracherechte der Studierenden etc. diskutiert.
Die Offene Diskussion solidarisiert sich mit der UNSERE UNI Bewegung, grüsst die besetzten Unis in Basel, Zürich und Bern und schliesst sich der inhaltlichen Stossrichtung der europaweiten Protesten an.
In Fribourg wurde heute eine Diskussion lanciert, die in den nächsten Tagen weitergeführt werden soll: Wir laden euch herzlich ein am nächsten Dienstag, 24.11.2009, eure Bewegung und Kämpfe bei uns vorzustellen. Anschliessend
wird die Diskussion in einem grossen Plenum und in Arbeitsgruppen weitergeführt.

Chronologie Besetzung Uni Bern

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @
  • 16.00: Bei der Unitobler startet die angekündigte Demonstration mit ca. 300 Studierenden in Richtung Hauptgebäude
  • 16.30: Abschlusskundgebung auf der grossen Schanze. Es werden diverse Redebeiträge gehalten.
  • 17.15: Die Demonstration wird offiziell aufgelöst. Es über einer Besetzung für morgen Mittwoch informiert. Von einer Mehrheit der Teilnehmenden wird der Vorschlag eingebracht sofort zu besetzen. Spontan entern 150 Personen das Hauptgebäude und kapern den Kuppelraum.
  • 18.00: Die BesetzerInnen beschliessen einstimmig zu bleiben. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, welche sich um Infrastruktur, Verpflegung und viel weiteres kümmern.

Abendprogramm:

  • ab 18:00: Gruppendiskussionen
  • 21:00: Vokü in der Aula Uni Bern
  • ab 21:30: Plenardiskussion zum weiteren Vorgehen

« Older PostsNewer Posts »