Bologna-Gegengipfel

Filed under: Bern — Schlagwörter: — Bern @ 28. Februar 2010

Auf nach Wien an den Bologna-Gegengipfel!

Das Semester hat wieder angefangen und der Freie Denkraum ist auch zurück! Vom 11.-14. März findet in Wien die Feier „10 Jahre Bologna“ statt. In einer Zeit, in der sich auf der ganzen Welt Widerstand der Studierenden regt, ist es ein Hohn, wenn BildungsministerInnen aus allen europäischen Ländern sich versammeln und Bologna feiern. Die BesetzerInnen der Uni Wien organisieren deshalb einen Gegengipfel mit Demonstrationen, Alternativvorlesungen, Vorträgen und Workshops. Das Programm findet ihr auf www.bolognaburns.org!

Kommt deshalb alle nach Wien! Die Studierenden aus Basel, Bern und Zürich haben einen gemeinsamen Car organisiert. Es hat noch freie Plätze! Wer mitkommen will, soll sich unter bern@unsereuni.ch melden oder ans nächste Plenum am Dienstag, 2. März, um 18.15 Uhr in der Ethnoküche (Unitobler 1. Stock) kommen.

Hier die Daten:

  • Abreise: 10. März (Halt in Bern und Zürich), Zeit wird noch bekannt gegeben
  • Rückreise: 12. März abends (Ankunft 13. März morgens)
  • Kosten: höchstens 150.- CHF

Auf nach Wien und in ein spannendes nächstes Semester!

–> Video für den Bologna-Gegengipfel in Wien: bolognaburns!

Info-Glüewystand, Aktionswoche und nächstes Plenum

Filed under: Bern — Bern @ 24. Februar 2010

Liebe Studis

Mit dem Beginn des neuen Semesters ist auch der Freie Denkraum wieder an der Uni präsent. Mit dem Motto „Das 176. Jahr gehört uns“ haben wir in dieser Woche jeden Tag an einem anderen Standord einen Glühweinstand (gibt auch Punsch, Kaffee, The, Sirup etc.) mit Informationen rund um unsere Aktivitäten. Wir sind wie folgt unterwegs:

Montag: UniS
Dienstag: Unitobler
Mittwoch: Von Roll
Donnerstag: Chemie
Freitag: PH Marzili

Nebst den Infos über unsere Tätigkeiten findet ihr auch Material zum Bologna-Gegengipfel vom 11-14. März in Wien. Es ist eine gute Gelegenheit, sich mit Studierenden der anderen europäischen Ländern auszutauschen und sich für die Studiproteste zu vernetzen und abzusprechen. Wenn jemensch Interesse hat, auch mitzukommen, dann meldet euch unter bern@unsereuni.ch oder kommt ans Plenum!

In der nächsten Woche gibt es zudem eine schweizweite Aktionswoche an den Universitäten, die besetzt wurden. Die Uni Bern wird am Dienstag mit einem Theater und anderen Aktivitäten präsent sein. Weitere Infos folgen, wenn das definitive Programm steht.

Schliesslich steht auch unser nächstes Plenum an. Wir treffen uns am Freitag, 26. Februar, um 14.00 in der Lorraine Brasserie (Quartiergasse 17, Bus Nr. 20 bis Lorraine).

Ha det så bra und bis bald…!

denkzettel #1

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 23. Februar 2010

Die erste Ausgabe unserer schweizweiten Studierendenzeitung denkzettel ist erschienen! Ihr findet sie im neuen Semester an eurer Uni und weiteren ausgewählten Orten in den beteiligten Städten Zürich, Lausanne, Bern und Basel.

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Die französische Version findet ihr hier: indisciplinarité #1

Besetzung in Brighton Es geht weiter

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — basel @ 9. Februar 2010

Nein die Studenten Bewegung ist noch lange nicht zu Ende. Hat es erst angefangen? Hier eine Nachricht die uns von Brighton GB erreicht hat:

http://defendsussex.wordpress.com/2010/02/08/occupation-statement-1/

Occupation Statement 1

We have occupied the top floor of Bramber House, University of Sussex, Brighton. There are 106 of us.

The decision to occupy has been taken after weeks of concerted campaigning during which the university management have repeatedly failed to take away the threat of compulsory redundancies and course cuts.

We recognise that an attack on education workers is an attack on us.

The room we have occupied is not a lecture theatre but a conference centre. As such, we are not disrupting the education of our fellow students; rather, we are disrupting a key part of management’s strategy to run the university as a profitable business.

They’re occupying everywhere in waves across California, New York, Greece, Croatia, Germany and Austria and elsewhere – and not only in the universities. We send greetings of solidarity and cheerful grins to all those occupation movements and everyone else fighting the pay cuts, cuts in services and jobs which will multiply everywhere as bosses and states try and pull out of the crisis.

But we are the crisis.

Profitability mean nothing against the livelihoods destroyed, lost homes, austerity measures, green or otherwise. We just heard we’ve increased ‘operational costs’ – they’d set out the building for a meeting and now they’ll have to do it again

We’ll show them “operational costs.”

Occupy again and again and again.

NO CUTS ANYWHERE.

THE UNIVERSITY IS A FACTORY. STRIKE. OCCUPY.

-All the occupiers of the 8th of February.

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Unsere besten Wünsche und viel Kraft nach Brighton!
Sie haben ein globales Bildungssystem geschaffen, nun ernten sie globalen Widerstand!

Bologna-Gipfel 11. – 12. März in Wien!

Filed under: Weitere — Schlagwörter: — Fabian @ 1. Februar 2010

Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, sind die geplanten Feierlichkeiten eine Verhöhnung der Uni-Angehörigen.

Der Bologna-Prozess hat das Ziel, die Vereinheitlichung des europäischen Hochschulraumes für mehr Dynamik und Mobilität, klar verfehlt. Die stark verschulten Studienpläne und der Druck diese in Mindeststudienzeit zu absolvieren erschweren es Auslandssemester zumachen. Das neue dreistufige Studiensystem führte zu erhöhter sozialer Selektion. Während der Bachelor einer größeren Zahl zugänglich sein sollte, verdünnen sich Master und PhD zu einem Eliteprogramm, das vor allem Frauen ausschließt. Zudem kommt die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen sowie die Einführung von Studiengebühren und vermehrter Demokratieabbau an den Universitäten. Die schwere finanzielle Lage zwingt mehr und mehr Hochschulen, Konzerne als Investoren für Forschungan die Universität zu locken, unabhängige und freie Forschung wird dabei unmöglich. Die Ausrichtung der Lehrinhalte auf Arbeitsmarkt-Interessen im Zuge der Lissabonstrategie betrifft nicht nur Universitäten sondern soll zur Leitlinie des gesamten Bildungswesens werden, dies schränkt die Möglichkeit selbstbestimmt und kritisch zu Lernen ein.

Angesichts dieser desaströsen Lage sehen wir keinen Grund das 10- jährige Bestehen der Bolognareform zu feiern. Die europaweiten Proteste unter Studierenden, Lehrenden und Schüler*innen zeigen, dass die Politiker*innen nicht mehr über unsere Köpfe entscheiden können.

Die Bolognastrategie ist fehlgeschlagen und bietet keinen Grund zu internationalen Feierlichkeiten. Deshalb wollen wir die Konferenz mit Demonstrationen, Streik und Blockaden „empfangen“, auf einem Gegengipfel die europäische Hochschulpolitik kritisch hinterfragen und die Vernetzung der internationalen Bildungsproteste vorantreiben.

Komm, beteilige dich! Versauen wir gemeinsam die Feierlichkeiten! Keine Party ohne uns!

bolognaburns.org