Programm «unsereuni» Zürich, Montag, 23.11.

Filed under: Zürich — Schlagwörter: — Zuerich @ 22. November 2009

Veranstaltungen

im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Montag, 23. November 2009

13:00 – Offenes Plenum

16:15 – Diskussion: Was hat sich mit der Bologna-Reform verändert?

Mit Daniel Bremer, Philosoph

18:00 – Offenes Plenum

Eingeladen ist für eine Diskussion der Rektor der Universität Zürich, Andreas Fischer.

20:15 – «Money makes the world go around»

Zur Analyse der gegenwärtigen Wirtschaftskrise. Von Dr. Ralf Binswanger, Psychoanalytiker.

21:30 – Diskussion: Konsensfindung konkret.

Reflexionen anhand der Unibesetzungen. Mit Input von Agentur Vagant.

Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof. Ab 23:00 Kurzfilme.

Programm Unizh Sonntag, 22. November 2009

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Veranstaltungen

im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Sonntag, 22. November 2009

18:00 – PROF. SIMON CRITCHLEY

Englischer Philosoph, Professor an der New School for Social Research, New York, USA, und University of Essex, Colchester, Grossbritannien, Gastprofessor an der University Sydney, Australien, und University of Notre Dame, USA. Seine Schwerpunkte sind Politische Philosophie, Ethik, Ästhetik und Psychoanalyse.

Simon Critchley wird nach einem etwa 10-minütigen Referat eine Diskussion zum Thema «Zeitgenössische Widerstandsformen in Theorie und Praxis» führen. Sprache ist Englisch.

danach – Film: Streik(t)raum / (G)rève général(e).

Dokumentarfilm von Matthieu Chatallier / Daniele de Felice, Frankreich 2007, 97 Minuten. Französisch mit deutschen Untertiteln.

Wenn Frankreich gegen die Zumutungen der Mächtigen rebelliert, zeigt sich, dass dort die Macht tatsächlich beim Volk liegt. Als die französische Regierung Anfang 2006 ein Gesetz durchsetzen will, mit dem Berufseinsteiger zwei Jahre lang fristlos entlassen werden können, proben die Studenten den Aufstand und besetzen die Universitäten.

Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof. Ab 22:00 Kurzfilme.

Filed under: Bern — Bern @ 21. November 2009

Programm Besetzte Uni Bern 22-11-09

Pressemitteilung BesetzerInnen Bern

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Aula der Universität Bern, 21. November 2009


UnibeSETZT
Die Besetzung der Aula der Universität lebt, auch über das Wochenende

Seit fünf Tagen ist die Aula der Universität Bern besetzt. Entgegen der vorherrschenden öffentlichen Berichterstattung, welche die Besetzung als nicht legitim und chaotisch darzustellen versucht, finden hier täglich stark besuchte Plenarsitzungen, Infoveranstaltungen, Diskussionsrunden, Konzerte und gemeinsame Mahlzeiten statt. Was vor einer Woche spontan begann, ist heute eine lebendige, für alle offen stehende Plattform für kritisches Denken geworden.

Dieses Wochenende wird die Aula besetzt bleiben. Die Angebote des Rektorats, die Besetzung bis Montag in einen anderen Raum zu verlegen, wurden zur Kenntnis genommen. Eine Entscheidung hierzu liegt derzeit noch nicht vor. Hingegen werden das Rektorat und andere universitätspolitische EntscheidungsträgerInnen zu einer gemeinsamen Diskussion eingeladen. Diese soll zu Beginn der nächsten Woche im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung stattfinden.

Mit grosser Freude haben die Besetzenden festgestellt, dass die hier diskutierte Kritik an den wachsenden ökonomischen Zwängen im Bildungswesen von anderen Organisationen, Parteien und prominenten Einzelpersonen aufgegriffen wird (vgl. Anhänge). Das erste Ziel ist erreicht: es wurde hier in der Aula und in der Öffentlichkeit Raum geschaffen, um Missstände zu benennen und Lösungsansätze zu diskutieren.

Die Besetzerinnen und Besetzer der Aula der Universität Bern

Pressemitteilung 21. November

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Liebe Medienschaffende,

Am Montag 23. November 18:00 Uhr wird Andreas Fischer, Rektor der Universität Zürich, an unserer Plenumsdiskussion teilnehmen. Dies hat der Delegierte des Rektors soeben bestätigt. Rektor Fischer ist damit unserer Einladung von gestern gefolgt.

Dank der Besetzung des Hörsaals KOH-B-10 am letzten Dienstag haben wir uns einen Raum geschaffen, in dem wir unsere Kritik konkretisieren und diskutieren können. Workshops, Vorlesungen (zum Beispiel von Prof. Dr. Alex Demirovic von der TU Berlin) und Deutschkurse für Sans-Papiers ermöglichen eine differenzierte Auseinandersetzung mit bildungspolitischen Anliegen. Wir erproben dabei erfolgreich alternative Lehr- und Lernformen.

Die spontane Solidaritätserklärung von Dozierenden zeigt, dass unsere Kritik und unsere Forderungen über die Studierendenschaft hinausgeht (http://www.unsereuni.ch/erklarung-der-lehrenden-und-forschenden/)

unsereuni

Rektorbesuch Montag 18 Uhr

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Rektor Fischer kommt am Montag um 18 Uhr zu uns ins Plenum.

Unizh Programm vom Samstag 21.11.09

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Veranstaltungen

im besetzten Hörsaal KOH-B-10 («Haribo-Saal») am Samstag, 21. November 2009

14:00 – Bericht aus «unsereuni» Basel von Cedric, einem Studenten aus Basel

15:00 – Workshop: Steuerpolitik in der Schweiz von Roman Künzler, Attac

16:15 – Film: Let’s make money

Was macht die Bank mit unserem Geld? (Österreich 2008, Regie: Erwin Wagenhofer)

18:15 – 7. Offenes Plenum

Infos und Essen (Morgen, Mittag, Abend) im Foyer («Forum») unterhalb Lichthof

Programm vom Samstag 21.11.09

Filed under: Bern,Weitere — Floelae @

12:00 Kurzkonzert ADAYA (Singersongwriter BE)
13:30 Mittagessen
14:30 Workshop zu Antisexismus&Gleichstellung
15:30 Vortrag “Open Space”

danach: AG’s treffen sich; Spielstunde :-)

17:00 Plenum
19:00 Abendessen
19:30 Plenum Fortsetzung
21:00 Abendprogramm: Kino&DISKO

Genf

Filed under: Weitere — Zuerich @ 20. November 2009

Die  Homepage der Uni Genf wurde verlinkt.

Pressemitteilung zum Rektorbesuch

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Liebe Medienschaffende,

Rektor Fischer fand sich heute um 18.15 Uhr in der Plenumssitzung des besetzten Hörsaals ein. Der Saal war mit gut 300 Personen gefüllt. Wir lasen ihm folgenden Text vor:

“Lieber Herr Fischer,

am letzten Dienstag beteiligten sich gegen 500 Studierende am Protesttag „education is not for sale!“. Ausgehend von dieser internationalen Protestbewegung hat sich gezeigt, dass auch in Zürich ein Bedürfnis besteht, dem Unmut hinsichtlich der gegenwärtigen bildungspolitischen Entwicklung Luft zu verschaffen. Im Verlauf der Diskussion hat sich gezeigt, dass es nicht möglich ist an einem Abend die Problematik zu erfassen. Es ist Raum und Zeit nötig. So beschloss das Plenum sich spontan für die Besetzung des grössten Hörsaals der Universität Zürich. Ein zentraler offener Ort für die Reflektion über Bildung bestand bis dahin nicht. Viele machten die Faust im Sack und jede und jeder kämpfte als Einzelner mit den Problemen der aktuellen Bildungssituation. Mit der Besetzung wollen wir einen Raum öffnen, wo ein gemeinsamer Protest möglich wird. Hochschulangehörige aus verschiedensten Situationen fanden zusammen und brachten sich ein. Während sich für die StuRa-Wahlen nur sehr wenige interessieren, fand im Rahmen der Besetzung eine aktive Partizipation hunderter Hochschulangehöriger statt. Wir haben uns bisher in Diskussionen, mit diversen Vorträgen, und in Arbeitsgruppen mit verschiedenen Inputs auseinandergesetzt und einigten uns dabei auf folgende Punkte:

-Wir fordern mehr Geld für die Bildung! Die geplanten Einsparungen des Kantons müssen verhindert werden!

-Wir fordern, dass privatwirtschaftliche Interessen keine Macht in der Bildung und öffentlichen Forschung ausüben können!

-Wir fordern die Abschaffung der Anwesenheitspflicht!

-Wir fordern die Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse an der Universität und überall!

-Wir solidarisieren uns mit allen von der Ökonomisierung und Sparmassnahmen betroffenen Angestellten, Lernenden und Lehrenden!

Diese Forderungen wurden vom Plenum (Entscheidungsinstanz) verabschiedet. Es sind jedoch noch viele Forderungen in Bearbeitung und werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.
Wir freuen uns über einen Dialog bezüglich dieser Forderungen und laden Sie deshalb gerne ein, mit uns am Montag um 18 Uhr ein Gespräch zu führen.
Während der nächsten Woche wird weiter in den Arbeitsgruppen diskutiert. Während wir die Diskussionen in den Arbeitsgruppen weiterführen, steht schon folgendes Programm für nächste Woche:
Unter anderen:
Kurt Imhof (Prof. für Soziologe, Zürich)
Franz Schultheiss (Prof. für Soziologie, Universität St. Gallen)
Kurt Wyss (Soziologe, Zürich)

+++

Rektor Fischer wurde darauf das Wort übergeben.

Er freute sich über die Gelegenheit hier zu sprechen und auch darüber, endlich zu wissen was wir wollen.

Er merkte an, dass die studentische Mitarbeit seit 7 Jahren im Unibetrieb verankert sei.

Er nahm zu jedem einzelnen Punkt unserer Forderungen Stellung:

-Er teilt unsere Forderung nach mehr Geld, die Unileitung habe sich dafür eingesetzt. Seit dem Jahr 2000 stehen 25% mehr Unibudget zu Verfügung. „Wir setzen uns weiterhin mit voller Kraft dafür ein, dass die Bildung in diesem Kanton weiterhin vernünftig finanziert ist.“ Der Kanton sollte nur die Mittel ausgeben, die er hat. „Es kommen magerere Jahre. Der Kanton sollte nicht mehr Geld ausgeben, als er hat.“
Er rief uns auf: “Besetzt das Rathaus, ich kann euch die Adresse geben!”

-„Mehr als 90% des Unibudgets sind öffentliche Gelder.“ „Es gibt einige Stiftungsprofessuren“, „Die Privatwirtschaftlichen Interessen an der Uni sind auf jeden Fall kein Problem.“

-Abschaffung der Präsenzpflicht: „Meine Damen und Herren, das ist eine Kleinigkeit.“, „Ich kann mich als Rektor nicht in die einzelnen Fächer einmischen.“, “Wenn das mein einziges Problem wäre, wäre ich ein glücklicher Mann”

-Prekäre Arbeitsverhältnisse: „Diese Forderung ist für mich irrelevant. Und wenn ich sie von irgendwem hören möchte, dann nicht von Studierenden.“, “An der Uni sind ca. 7000 Personen zu fairen und nach kantonalen Richtlinien angestellt.” “Ich habe keinen Einfluss auf die Verhältnisse in Bangladesch”

-”Diese Solidarisierung nehme ich zur Kenntnis, dazu habe ich nichts zu sagen.”

Des Weiteren bekundete er Interesse an einem weiteren Treffen, auch in Diskussionsform: „Ich bin bereit, nochmal mit ihnen zu reden.“

Zudem erklärte er: „Ich erwarte, dass der Lehrbetrieb in diesem Raum in kürzester Zeit wieder aufgenommen werden kann. Ich hoffe, ich habe mich einigermassen klar ausgedrückt.“

+++

Zur Zeit referiert wie geplant Prof. Dr. Alex Demirovic in dem besetzten Hörsaal. Danach wird eine weitere Plenumssitzung stattfinden.

Soweit der Stand der Dinge.

Freundliche Grüsse

Unsere Uni

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